Do it yourself: Hängeleuchte aus Papier

In einem meiner vorherigen Blogbeiträge hatte ich bereits meine neuen „Do-it-yourself“ Beiträge in diesem Forum angekündigt. Hier also der erste DIY für euch – rund um das Thema Beleuchtung. Beleuchtung ist für mich ein schwieriges Thema und so konnte ich mich nie ganz dazu durchringen, eine Deckenbeleuchtung im Wohnzimmer zu installieren. Stattdessen taten es  in der Vergangenheit auch Lichterketten und Kerzen, die eine gemütliche Atmosphäre schufen. Benötigt man jedoch eine Festtagsbeleuchtung, ist guter Rat teuer. Die meisten Lampen, die gefallen, sind sehr teuer und die preiswerten meist zu langweilig und ohne Esprit. Warum also nicht einen schlichten Ikea-Lampenschirm aufpeppen und nach eigenen Vorstellungen gestalten? Seht selbst, wie einfach die Eigenkreation einer Hängeleuchte zu bewerkstelligen ist.

Als erstes benötigt ihr ein schlichtes Lampenschirmmodel. Meine Wahl fiel auf „Väte“ Hängeleuchte von Ikea für unschlagbare 6,99 €. Jedoch eignet sich jede Art von Papierlampenschirm. Ob rund oder oval ist nur eine Geschmackssache und wie alle Leuchten mit Reispapierschirm spendet auch „Väte“ angenehm warmes Licht.

Als Zubehör wird weiterhin benötigt: ein schlichter, weißer Lampenaufhänger, beidseitig gefärbtes Papier in eurer Lieblingsfarbe, eine Schablone als Vorlage, eine Nagelschere und Klebepads. Meine Wahl fiel auf ein goldenes, stärkeres Papier in Kombination mit Rosa. Eine super Auswahl an farbigen Papiersorten findet man in allen „idee“ Läden, die es mittlerweile in jeder größeren Stadt gibt.

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Zur Dekoration des Papierlampenschirms können verschiedene Motive gewählt werden. Schmetterlinge, Blüten oder Sterne – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auf alle Fälle ist es sehr dekorativ, verschieden Motivgrößen herzustellen. Wer sich dazu entschlossen hat mit Schablonen zu arbeiten, legt diese einfach auf das farbige Papier und umfährt mit einem Bleistift die Konturen des Motivs. Danach werden diese am besten mit einer Nagelschere ausgeschnitten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass stärkeres Papier das Motiv auf dem Lampenschirm besser abstehen lässt und dadurch die Blüten nicht in sich zusammenfallen.

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Sind genügend Blüten in unterschiedlichen Größen und/oder Farben ausgeschnitten, kann es losgehen. Der Papierschirm wird geöffnet und gespannt. Nun kommt der kreativste Part: das Anbringen der Blüten auf dem Lampenschirm. Verwendet wird herkömmlicher Kleber oder aber „Klebepads“. Mir persönlich gefallen die „Klebepads“ besser. Sie wirken wie kleine Abstandshalter und lassen das Motiv aussehen, als ob es leicht schwebt.

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Dafür das Klebepad zerteilen und so lange kneten bis es weich ist. Die kleine geformte Kugel auf der Rückseite der Blüte anbringen. Dann befestigt man die Blüte am besten an einer Drahtstelle. So werden die unterschiedlich großen Blüten nach und nach auf dem Lampenschirm verteilt. Rundherum oder nur auf einer Seite, ganz nach der eigenen Vorliebe.

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So, nun ist das Werk vollbracht und der Lampenschirm darf angebracht werden. Dies geschieht am besten fachmännisch bei ausgeschalteter Stromzufuhr. Euch viel Freude beim Erstellen eures neuen Lampenschirms und ich würde mich freuen, eure Variationen hier demnächst vorzustellen.

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Nur Mut, es bringt Spaß und mehr Licht in euer Leben!

 

Im Vorübergehen…Brocksche Haus am Kanal

Ich freue mich sehr, meinen langjährigen Freund und Studienkollegen Thomas Sander begeistert zu haben, für die neue Rubrik „ Im Vorübergehen…“ auf meinem Blog zu schreiben. Er wird architektonische Kleinode in Potsdam und Umgebung vorstellen, die wir alle schon im Vorübergehen wahrgenommen haben, über die wir jedoch im Allgemeinen wenig wissen. Mittelpunkt seines ersten Beitrages ist das „Brocksche Haus am Kanal“. Es wurde vor kurzem von seinem Baugerüst befreit und erstrahlt nach der Sanierung wieder in voller Schönheit. Viel Spaß beim Lesen.

„Es gibt einen Spruch, der lautet: Mehr sein als scheinen! Soll angeblich für eine preußische Tugend stehen und zwar die Bescheidenheit. Abgesehen davon, dass mir altem Sünder bei den preußischen Tugenden schon immer etwas mulmig wurde, so scheinen sie doch zuallererst für „die da unten“ erdacht worden zu sein und zwar von „denen da oben“, wo man sich selbst kaum daran zu halten pflegte. War etwa König Friedrich II. ein bescheidener Mann, wenn er zwar jahrelang in ein und derselben tabakfleckigen Uniform herumlief, aber zehntausende Taler für goldene Tabaksdosen, Champagner und Kirschen im Winter ausgab? War das Bescheidenheit oder doch nur eine, sagen wir exklusive Nonchalance? Egal: Heute würde sich nicht einmal der Alte Fritz ohne Schlips und sauberen Kragen vor die Schlosstür trauen.

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Diese Gedanken kommen mir beim Anblick des frisch restaurierten, ach, was sage ich, wie aus dem Ei gepellten Brockschen Hauses Am Kanal, das nun aus Werbegründen unbedingt ein „Palais“ sein soll; wie ja auch das „Karstadt“ auf dem „Broadway“ schon seit längerem kein Warenhaus mehr ist sondern ein „Stadtpalais“. Könnte man verstehen, denn immerhin soll der Kunde dort König sein. Aber spätestens an der Kasse wird man wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt.

Und was hat das Ganze mit dem Brockschen Haus zu tun? Nun, der Bau wurde 1776, also zu Zeiten des Alten Fritzen für einen vermögenden Glasschleifer und -händler namens Johann Christoph Brockes errichtet. Im Prinzip besteht das Ganze aus nicht sehr viel mehr, als einer dreistöckigen Prachtfassade mit drei Eingängen, Säulen aus Sandstein, einem mächtigen Giebeldreieck sowie Putten und Vasen auf der Attika. Letztere sollen übrigens wieder auf die leeren Postamente zurückkehren. 60 Meter ist die barocke Schau breit; das Haus dahinter misst aber nur acht Meter. Und weil es so schmal war, nannte es das Volk die „Patronentasche“.

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Im Inneren wohnten der Glashändler und dessen Bruder, der von Beruf Stadtarzt war, zusammen mit ihren Familien. Dazu kamen Wohnungen fürs Personal, Soldaten zur Einquartierung, Produktions- und Warenlager, Verkaufsräume sowie Werkstätten, Remisen und Ställe auf dem Hof. Es gab kein zentrales Treppenhaus und die Stuben lagen zumeist als Durchgangsräume ziemlich verschachtelt neben- und hintereinander. Das Brocksche Haus war also alles andere als ein fürstliches Palais, ungeachtet der Tatsache, dass es in der Mitte einen großen Saal gab und sich bei der jüngsten Restaurierung Spuren von offenen Kaminen und alten Wandmalereien fanden.

Als ich das von außen so prachtvolle, wenn auch recht ruinöse Haus zum ersten Mal betrat, war ich vom Inneren fast enttäuscht. Kahle Wände, Modergeruch und Spinnweben. Doch ich wusste ja, dass hier inzwischen viel umgebaut und zerstört war. Es galt buchstäblich hinter die Fassade bzw. die verschimmelten Raufasertapeten aus Telecom-Zeiten zu blicken. Und da entdeckte selbst ich bei genauerer Betrachtung noch manch Interessantes aus den Zeiten der Familie Brockes und der Preußischen Oberrechnungskammer, die hier ab 1817 residierte. Man sieht, was man weiß; und erst wenn man weiß, erhält es auch seinen Wert.

Mehr sein als scheinen! Hinter der heute in zartem Rosa getönten Fassade werden sich in naher Zukunft schicke, aber marktübliche und sehr, sehr teure Eigentumswohnungen verbergen. Das mag man bedauern. Andererseits: Das Beste am Haus war immer schon die Fassade und über die darf man sich jederzeit und nun erst recht freuen – und zwar kostenlos.“

Zu Besuch bei… Jakobine feine Kleinkost

In meiner neuen Kategorie „ Zu Besuch bei…“ werde ich kleine Läden, Galerien oder einfach all das, was mein Herz für Innenarchitektur höher schlagen lässt, vorstellen. Ich beginne heute mit meinen Besuch bei….“ Jakobine feine Kleinkost“ Diesem kleinen Laden statte ich immer wieder gerne einen Besuch ab. Er befindet sich in der Potsdamer Innenstadt am Bassinplatz 11 und ist so klein wie gleichzeitig auch fein.

Man betritt den Laden über zwei kleine Treppenstufen und fühlt sich sogleich aufgehoben. Und natürlich gibt es sie immer noch: die Macarons, die so unglaublich lecker schmecken, auch wenn vor kurzem „Fräulein Jakobine“ nicht nur ihren Namen, sondern auch das Konzept und das Ladendesign einem Refit unterzogen hat. Das neue Ladendesign ist wirklich sehr schön geworden und auch das neue Konzept ist spannend. Gleich nach der Eröffnung habe ich mich mit ihr getroffen und 5 Fragen gestellt, die sie mir gern beantwortet hat.

1. Wer und was verbirgt sich hinter „ Jakobine feine Kleinkost“?

Jakobine-Feine Kleinkost ist ein von mir sehr persönlich geführter Laden. Jakobine ist mein zweiter Vorname, für den ich als Kind ziemlich verlagert wurde und nach 30 Jahren etwas Schönes damit machen wollte. Ich muss aber auch zugeben, dass mein zweiter Name mittlerweile eine ganz andere Wertschätzung erfährt und Gäste von mir bereits den Namen in die jüngste Generation weitergegeben haben. Eine Tilda Jakobine und ich bin fast schon stolz und freue mich riesig darüber. Tilda Jakobine wird auf Lebenszeit Ehrengast in meinem Laden sein. Viele Potsdamer denken aber auch, es sei angelehnt an die Jakobiner. Naja ein wenig rebellisch bin ich schon.Und zu feiner Kleinkost bin ich gekommen, als ich überlegt habe, was denn meinen Laden nun ausmacht. Café war es nicht mehr, Feinkost fand ich auch nicht ganz treffend, aber feine Kleinkost, das sich zu anfangs fast wie ein Zungenbrecher spricht. Probieren Sie es mal aus. Man ist stets versucht „Feinkost“ statt „Kleinkost“ zu sagen.

Besuch_Jakobine_012. Wie ist Ihre Geschäftsidee entstanden?

Zu anfangs hatte ich vor allem den Traum vom eigenen kleinen Laden/Café und als es letztes Jahr wahr wurde, war ich einfach nur überglücklich. Ich bin immer davon ausgegangen, dass mir mein Laden irgendwo, irgendwann urplötzlich begegnen wird und ich dann sofort weiß, das ist mein Laden. Und letztes Jahr war es dann schon so weit. Ich hatte die Möglichkeit ein bereits bestehendes Café zu übernehmen das genau meinen eigenen Vorstellungen entsprach und das war für meinen Einstieg in die erste Selbständigkeit auch sehr gut und beruhigend. Ein bestehendes Konzept zu übernehmen hat mir erst einmal genügend Sicherheit und Vertrauen gegeben die Verwirklichung meines Lebenstraums zu wagen.

In diesem wurde mir mehr und mehr klar, dass ich mein absolut eigenes Konzept und meine Wurzeln gerne mehr in den Laden einbringen möchte und das ist für mich bodenständige Kost. Einfach, aber gut! Deshalb biete ich jetzt fränkisches Brot aus meiner Heimatregion an, das ich verschiedenartig belege z.B. mit Butter und Schnittlauch, Bergkäse, fränkischer Salami oder etwas spezieller Apfel-Lachs (bislang der Favorit), Rucola-Birne-Parmesan. Größerer Beliebtheit erfreut sich auch der Variationsteller: alles Sortimentsbeläge als kleine Schnittchen, quasi fränkische Tapas. Verknüpfen möchte ich das ganze mit der italienischen Lebensart des „la dolce Vita“. Die Leute sollen hier zusammenkommen, essen, trinken, lachen, quatschen, gesellig sein oder einfach mal für sich zur Ruhe kommen und genießen. Mit dem neuen Konzept habe ich alles vereint, was ich selbst sehr schätze und mir wichtig ist.

Besuch_Jakobine_023. Was macht sie glücklich?

Ich bin eine Momentgenießerin und schätze vor allem die „kleinen“ Dinge des Lebens: Begegnungen mit lieben und inspirierenden Menschen, die Natur, delikate Speisen und Getränke und das alles sehr gerne in Kombination.

 4. Was wollten sie als Kind immer werden?

Das fällt mir schwer zu sagen. wie bereits vorangegangen erwähnt, bin ich eine Momentgenießerin auch ganz gemäß Rahen Varnhagens „was machen Sie da? Nichts. Ich lasse das Leben auf mich regnen“ Ich lasse mich also gerne treiben und höre sehr genau auf mein Inneres. Hierbei überprüfe ich auch mal meine Wünsche und Träume auf Herz und Nieren. Ich hatte als Kind keine besonderen Pläne und ich hatte nur damals schon einen großen Freiheitsdrang. Meine Vorbilder als Kind waren Momo und Pipi Langstrumpf, die ihren eigenen Weg gehen und sich treu bleiben.

Besuch_Jakobine_035. Haben Sie einen „Liebling“ in Ihrem Laden?

Als Zielgruppe von Gästen schätze ich es bunt. Ich finde vor allem den Austausch zwischen den verschiedenen Generationen als inspirierend und bereichernd. Das Ambiente und die Atmosphäre im „Jakobine-Feine Kleinkost“ lebt vor allem von den Menschen dort, die hier vor allem sehr offen und aufgeschlossen sind. Hier finden wunderbare Begegnungen statt.

Bezüglich des Essens danke ich mir selbst tagtäglich dafür, immer fränkisches Brot im Haus zu haben und mir damit meine „Guten-Morgen-Stulle“ nach Tageslaune zu belegen. Aber ich probiere und kombiniere wahnsinnig gerne aus und das teile ich dann gerne mit meinen Gästen, neue delikate Geschmackserlebnisse bereiten mir immer gute Laune.

 

Das Dorf Cuàn Dĭ Xià

Ein kleines Dorf, 90 km von Beijing entfernt, weckte im Vorfeld meiner China Reise meine Aufmerksamkeit. Und ein Tag Verlängerung in Beijing machte es möglich „Cuan Di Xia“ zu besuchen. Bald sollte ich feststellen, dass es unmöglich war, den Namen des Dorfes in Chinesisch auszusprechen – doch alles der Reihe nach.

Wir hatten uns bereits an das quirlige Leben im alten Beijing gewöhnt und die verbotene Stadt, die bedeutendsten buddhistischen Tempelanlagen sowie die chinesische Mauer bewundert, als wir uns am Morgen des fünften Tage unserer Reise auf den Weg in das Dorf Cuan Di Xia begaben. Ein Reiseleiter samt Fahrer war organisiert und holte uns von unserem Hotel ab. Li Xin hatte in China Germanistik studiert. So konnten wir uns hervorragend in unserer Muttersprache mit ihm unterhalten. Wie an den anderen Tagen zuvor schien die Sonne und den berühmt, berüchtigten Beijinger Smog, hatten wir zum Glück, immer noch nicht erlebt. Die Autofahrt dauerte gut zwei Stunden, wobei die letzte halbe Stunde schon in den Bergen auf kurvenreichen Straßen bergauf verlief.

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Dieses Dorf in den Bergen zog mich in seinen Bann, da seine Lage die vier Tierformationen aus der Formenschule des Feng Shui auf eindrucksvolle Weise widerspiegelt. Als eine der ältesten Schulen im Feng Shui basiert ihr Wissen auf Naturbeobachtungen. Die alten Feng Shui Meister Chinas lehrten, dass dem Menschen Glück beschieden ist, wenn er in Harmonie mit der Natur lebt. Die vier Tierformationen beschreiben die Harmonie mit der Natur. Sie wird am einfachsten erreicht, wenn sich ein schützender Berg im Rücken des Hauses befindet (die schwarze Schildkröte) und der Bergausläufer das Haus sanft in einer „Umarmung“ umschließt. Diese Bergausläufer sind der „grüne Drachen“ auf der linken Seite und der „weiße Tiger“ auf der rechten Seite. Dabei sollte der linke Bergausläufer immer etwas höher sein, um den Tiger auf der rechten Seite in Schach zu halten.

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Genau dies ist der Fall im Dorf „Cuan Di Xia“. Es wird phantastisch von der Umgebung der Bergformationen „umarmt“ und schmiegt sich mit seinen terrassenförmigen Abstufungen an den Berg an. In der Vergangenheit schlängelte sich zusätzlich ein Fluss um das Dorf und aktivierte die gute Landschaftsenergie. Heute fließt der Fluss nur noch „unterirdisch“ denn eine Strasse wurde genau an dessen Stelle gebaut und folgt dem ehemaligen Flussverlauf. Aber auch die Strasse, wird in der modernen Übersetzung des Feng Shui als Fluss interpretiert und somit kann auch der Straßenverlauf die Energie immer noch aktivieren.

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Der „rote Phönix“ wird als der Bereich vor dem Haus bezeichnet, wo sich das Qi sammeln kann. Deshalb sollte dieser „ Helle Saal“, wie der freie Platz vor dem Haus auch bezeichnet wird, nicht fehlen und Großzügigkeit ausstrahlen. Auch dieser Aspekt ist in Cuan Di Xia gegeben, wie man auf den obigen Fotos erkennen kann. Die Häuser des Dorfes stammen aus der Ming (1368-1644) und aus der Qing Dynastie (1644-1912) und in all den Jahrhunderten hat das Dorf seine Struktur behalten und genießt die harmonische Energie der vier Himmlischen Tiere. Heute leben noch ca. 70 Familien in dem Dorf und beziehen ihr Einkommen fast ausschließlich aus dem Tourismus.

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Am Ende unsere „Dorfbesichtigung“ wurden wir von einem freundlichen Gastgeber gebeten in seinem Hofhaus zu speisen. Wir stellten den Tisch in die Sonne und die Frau des Hauses verwöhnte uns mit wohlschmeckenden regionalen Gerichten. Dazu gab es reichlich grünen Tee. Meinen Luopan (chinesischer Kompass) im Gepäck fragte ich den Besitzer, ob ich seine Eingangstür messen dürfte. Er kannte den Luopan und war begeistert eine Europäerin in seinem Haus zu haben, die vertraut ist, mit der Wissenschaft vom Einfluss der Natur auf den Menschen, vertraut mit Feng Shui!

 

Hofhäuser im alten China

Meine Reise durch das „Land der Mitte“ liegt nun schon einige Wochen zurück, aber meine Eindrücke sind immer noch lebendig, farbenfroh und unvergesslich. Deshalb freue ich mich, nach dem Start mit dem China-MoodBoard, euch mehr von meinen Begegnungen und Erlebnissen aus China zu berichten. In alter Manier werde ich interessante Feng Shui Themen aufgreifen und vorstellen, aber auch innenarchitektonische Highlights aus Shanghai werden nicht fehlen. Ihr dürft gespannt sein.

Mein heutiges Thema führt uns als erstes nach Beijing zu den alten und traditionellen Hofhäusern, die die legendären Hutongs (Gassen) bilden. Während meines Aufenthaltes in Chinas Hauptstadt habe ich in einem dieser wunderschönen Hofhäuser, welches als Hotel liebevoll und stilecht umgebaut wurde, übernachtet. Dort träumt es sich übrigens hervorragend.

Die Hofhäuser in Beijing sind, wie die verbotene Stadt, in exakter Nord-Süd-Richtung, um einen großen, offenen Hof ausgerichtet. Sie repräsentieren das am meisten angewandte Wohnhausprinzip im alten China. Hofhaus wird im Chinesischen mit „Siheyuan“ bezeichnet. „Si“ (vier) steht für die vier Himmelsrichtungen und „he“ (schließen) für die umschließenden Mauern, die um den inneren „Yuan“ (Hof) herum gebaut wurden. Hier zeige ich euch eine isometrische Darstellung eines traditionellen Hofhauses mit der Eingangstür, die nach Süden ausgerichtet ist und im Südostsektor der Wohnhausanlage positioniert wurde.

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In den Hofhäusern lebt man damals wie heute sehr geschützt mit viel Privatsphäre. Die hohen Mauern zu allen vier Seiten wehren nicht nur neugierige Blicke ab, sondern schützen auch vor dem Lärm der Stadt. Die traditionellen Hofhäuser in Beijing sind Teil einer rechteckigen Anlage, die aus 4 Hauptbauten besteht, deren Fenster und Türen alle zum geschlossenen Innenhof ausgerichtet sind. Zu dem klassischen Hofhaus gehören folgende Bauten:

  1. Das Haus des Patriarchen, welches an der Nordseite liegt und das größte Haus darstellt. Durch die Ausrichtung nach Süden hat es die beste Lage vor allem in den kalten Wintertagen.
  2. In den seitlichen Häusern wohnten getrennt voneinander die Söhne und Töchter, wobei den Töchtern das Haus auf der östlichen Seite und den Söhnen das Haus auf der westlichen Seite vorenthalten war.
  3. Der Eingang zum Hofhaus war im Süden und wurde flankiert von kleineren Häusern z.B. dem Empfangsraum und dem Studierzimmer. Um die direkte Einsicht in den Hof zu verhindern, trat man nach dem Eingang zuerst auf eine sogenannte Schattenwand „yingbi“. So wurde der Zuweg direkt gesteuert. Auch heute noch ist dies eine beliebte Bauweise in China. Betritt man z.B. ein Restaurant, stößt man zuerst auf diese Schattenwand und wendet sich erst dann, um den Gastraum zu betreten.
  4. Der Innenhof war das grüne Wohnzimmer der Familie und wurde mit Blumen und Bäumen bepflanzt. Auch Singvögel, die in Käfigen gehalten wurden, gehörten in den Innenhof und belebten diesen mit ihrem herrlichen Gesang.

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Einst war das Stadtbild von Beijing geprägt von den einstöckigen Hofhäusern, die ihm den Charme eines Dorfes verliehen. Umso bedauerlicher ist es, dass sie immer mehr aus Chinas Stadtbildern verschwinden und den gesichtslosen Hochhäusern zum Opfer fallen. Immer mehr Menschen jedoch, meist Ausländer, erhalten ein Stück des alten Beijing und kaufen ein „Siheyuan“, um es liebevoll zu renovieren. Sollte euer Weg euch nach Beijing führen, möchte ich euch das Courtyard 7 http://www.courtyard7.com/ ans Herz legen. Es wurde originalgetreu restauriert und vermittelt ein stilechtes Gefühl vom alten Beijing.

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Es war wunderschön so „stilecht“ in Beijing übernachtet zu haben.

Das Urlaubs-MoodBoard zum Weiterträumen…

Der Urlaub ist zu Ende, und viel zu schnell sind wir wieder im Alltag angekommen. Weiterträumen von den Reiseerlebnissen und die inneren Bilder so lange wie möglich wach halten, das wäre schön. Und so geht´s:

Vor meiner Reise durch das „Land der Mitte“ entspann sich die Idee, zuhause ein „MoodBoard“ von meinen Eindrücken und Erlebnissen zu entwerfen.

So war ich sensibilisiert, am Wegesrand auf das typisch chinesische zu achten und es mitzunehmen. Die wunderbare Frühlingszeit bot sich z.B. an viele Blüten zu sammeln. Gleich wurden sie in Reiseführer oder Wörterbuch gepresst. Sehr praktisch so ein kleines chinesisches Wörterbuch…. Das wichtigste beim Erstellen des MoodBoards sind jedoch die Bilder, oder wie in meinem Fall die schönsten Fotos von der Reise. Hier eine Auswahl von meinen Bildern, Blüten und all den anderen Dingen die meine Reisekollektion bereicherten.

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Zuerst jedoch möchte ich euch eine kurze Einführung zum „MoodBoard“ geben. Der Begriff stammt aus dem Englischen und steht für „Stimmung“ (mood) und „Tafel“ (board). Häufig findet es Anwendung in den kreativen Berufen wie Innenarchitektur und Design. Während eines Entwurfsprozesses ist es ein tolles Hilfsmittel, um sich einer Idee visuell zu nähern. Man benötigt einen Karton, der nicht weiß sein muss, sondern farbig sein kann. Ich entschied mich für einen goldenen Karton, den ich auf eine quadratische Spannplatte geklebt habe. Gold steht in China für Macht und ist meistens in Kombination mit Rot anzutreffen.

Auf diesen Karton werden dann Bilder, Materialien und kurze Texte, meist frei arrangiert oder auch aufwendiger gelayoutet, aufgebracht. Hat man alle Materialien beisammen, beginnt der spannende und kreative Prozess zu entscheiden, was davon auf das Board kommt. Dies kann schnell gehen, oder man lässt sich viel Zeit beim Arrangieren und schwelgt dabei in Erinnerungen. Ich habe mir viel Zeit gelassen, viele verschiedene Layouts hin und her geschoben und über mehrere Tage betrachtet. Am Ende ist ein sehr grafisches „Urlaubs-MoodBoard“ entstanden.

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Nun seid ihr gut ausgerüstet und könnt nach dem Urlaub euer eigenes MoodBoard erstellen und weiterträumen, wenn ihr es an der Wand hängen seht. Ihr wollt in der Wohnung ein Zimmer neu gestalten? Ein MoodBoard kann ein erster Schritt dorthin sein.

Und natürlich möchte ich meine Kreation niemandem vorenthalten. Sie schmückt jetzt meine Wohnzimmerwand zusammen mit meinen anderen „Goldquadraten“. Und so kann ich immer nach Stimmung und Laune das „Reise-Moodboard“ wechseln.

Euch einen schönen Sommer, einen tollen Urlaub und viel Freude beim Erstellen eures individuellen „Reise-MoodBoards“

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In eigener Sache

Eigentlich (fängt ein Satz schon mit „eigentlich“ an, kann man gespannt sein wie er enden wird) wollte ich in meinem nächsten Blogbeitrag über China schreiben.

Meine Reise durch „das Land der Mitte“ war so spannend, interessant und informativ, dass ich eine Menge Themen im Gepäck mitgebracht habe, über die ich in der nächsten Zeit berichten werde. Wie jedoch das Leben so spielt, ist mir etwas dazwischen gekommen. Und deshalb möchte ich zuerst diesen Text „in eigener Sache“ verfassen.

Als Feng Shui-Beraterin befasse ich mich schon seit Jahren mit der Energie, dem Qi, und verstärkt seit einem Jahr mit dem Qi-Fluss im eigenen Körper. Meine morgendlichen Qi-Gong Übungen sind ein fester Bestandteil in meinem Leben geworden und ich genieße diese sehr.

Am letzten Wochenende nahm ich an einem Qi-Gong Kurs teil, der vom japanischen Meister Satoru Suzuki und seiner Frau Kazue Suzuki gehalten wurde. In diesem Workshop habe ich eine ganz andere Art des Qi-Gongs kennenlernen dürfen. Es war wirklich unglaublich, wie mit jeder Qi-Gong Übung das Qi immer stärker spürbar wurde. Diese Erfahrung war einfach großartig!

Im Anschluss an den Workshop schaute sich Meister Suzuki mein Energiefeld an. Was er zu berichten wusste, war für mich mehr als spannend. Nur einen Punkt möchte ich hier herausgreifen, da er der Grund für diesen Beitrag ist.

ICH SOLL SCHREIBEN….wer hätte das gedacht! Schreiben und andere Menschen beim Lesen meiner Gedanken über Wohntrends, Lifestyle, Feng Shui u.v.m. inspirieren. Na gut, wenn das meine Passion sein soll, lege ich doch gleich mal los!

Daher möchte ich jetzt meine Blogbeiträge öfter als nur einmal im Monat verfassen und würde mich freuen, wenn ihr mir ein Feedback geben könntet, wie euch die anderen Beiträge in der Vergangenheit gefallen haben oder worüber ihr gern noch mehr lesen möchtet. Auf alle Fälle werde ich eine „Do-it-yourself“ Kategorie mit aufnehmen und bin auf weitere Ideen gespannt.

Also, teilt mir eure Vorschläge und Kommentare zur zukünftigen Blogvielfalt von Interieur & Feng Shui mit. Auf zu neuen Wegen….Ich freue mich darauf und wir lesen uns jetzt öfter!

der weg des schreibens

Die Qi – Qualitäten im Feng Shui

Im Feng Shui ist das „Qi“ (gesprochen: tschi) der zentrale Mittelpunkt, um den sich diese alte Wissenschaft dreht. Es geht um die Lehre von einem Leben in Harmonie und dem Gleichgewicht mit der Umgebung. Aber was bedeutet „Qi“ konkret?

Das chinesische Schriftzeichen für „Qi“ Qisetzt sich aus den Zeichen „Dunstbildung“ über „Reis“ zusammen. „Qi“ kann deshalb auch „Atem“, „ Hauch“ oder „Luft“ bedeuten. Im Feng Shui steht Qi für „Lebenskraft“ und is ständig in Bewegung, ist fließend und kann sich sammeln, aber auch stagnieren und abfließen.

Das Qi ist allgegenwärtig, durchdringt und durchströmt den Raum, unseren Körper, den gesamten Kosmos.

Im Feng Shui sprechen wir von zwei verschiedenen Qi-Qualitäten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das günstige Qi wird von den Chinesen als der „kosmische Atem des Drachen“ als „Sheng-Qi“ bezeichnet. Diese Energie gilt es zu finden, wenn wir ein Haus bauen oder in eine neue Wohnung ziehen wollen, aber natürlich auch für unser jetziges Lebens – und auch Arbeitssituation. Solche günstigen Lebensenergien verlaufen immer in mäandernden Bahnen. So wie der natürlich verlaufende Fluss immer schlängelnd verläuft, lenken wir die Energie in unsere Wohnung oder in unserem Garten auch in mäandernden Formen. Dieser Sitzplatz zum Beispiel kann die Lebenskraft, das „Qi“ auf ganz wunderbare Weise sammeln.

Die ungünstige Energie, die von den Chinesen „ tödlicher Hauch“ oder auch „Shar-Qi“ genannt wird, gilt es hingegen zu meiden. Der „ tödliche Hauch“ entsteht durch scharfe, spitze Gegenstände und Strukturen. Im Feng Shui sprechen wir auch von sogenannten „ Giftpfeilen“. Solche „ Giftpfeile“ können z.B. gerade Straßen, spitze hervorspringende Kanten von Häusern und Dächern, einzelne Bäume oder Laternenmasten sein. Wenn solche „ Giftpfeile“ auf Eingangstüren, Sitzlandschaften, Schreibtische oder Betten gerichtet sind, ist man ständig ihrem negativen Einfluss ausgesetzt.

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Diese Fotos zeigen „ Shar-Qi“ das direkt die Eingangstüren der Häuser bedroht. Auf der linken Seite ist es der einzelne Baum der genau auf die Eingangstür zeigt. Hier wäre es klug gewesen, wenn man beim Bauen des Hauses die Tür etwas weiter rechts gesetzt hätte, dann würde der „Giftpfeil“ keine Auswirkungen haben. Auf dem rechten Bild, wirkt der schnur-gerade Weg, der direkt auf die Eingangstür führt ungünstig. Das Qi kann sich in diesem Fall nicht sammeln. Ein geschlängelter Weg wäre hier die Lösung, um den „ Himmlischen Atem“ ins Haus zu lassen.

Zu Besuch bei: Lederleitner in Graz

Zum Jahreswechsel verweilte ich in der wunderschönen Stadt Graz. Beim Bummel durch die Altstadt gab es viel zu sehen. Über der Stadt thront eindrucksvoll der Grazer Schlossberg als schöner Hintergrund zu den kleinen individuellen Läden und angesagten Cafés und Restaurants.

Ein besonderes Erlebnis war jedoch mein Besuch beim Einrichtungshaus „Lederleitner“. Das Familienunternehmen gibt es in Österreich an acht verschiedenen Standorten, wobei die Grazer Filiale in einem besonders schönen Haus mit Parkanlage residiert. Diese lag tief verschneit und war daher zu dieser Jahreszeit wenig zu bewundern, aber im Inneren wandelt man zwischen Möbeln, Accessoires, Blumenarrangements und Büchern von einer Rauminszenierung zur nächsten, staunt und verweilt. Die besondere Atmosphäre bei Lederleitner wird untermalt durch das hauseigene Café-Restaurant, das zu einem Snack oder einem Café Melange einlädt.

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Wieder daheim nahm ich Kontakt zur Familie Lederleitner auf und Herr Lederleitner war so freundlich mir einige Fragen zu beantworten, die ich hier auf meinem Blog veröffentlichen möchte. Lassen Sie sich also entführen zu einem Besuch bei Lederleitner in Graz.

Die Idee zu Lederleitner entstand …

Herr Lederleitner: Wir sind ein Familienunternehmen, welches momentan in der vierten Generation den Betrieb führt. Nach Jahren der Gestaltung von Außenbereichen setzen wir unsere Innovationen jetzt auch im Innenraum fort.

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Das Konzept von Lederleitner ist …

Herr Lederleitner: Unser Konzept besteht darin sich ständig zu verändern, denn wir wollen uns nicht auf alten und bewerten Dingen ausruhen, sondern uns dynamisch weiterentwickeln.

Mein Lieblingsstück im Shop ist …

Herr Lederleitner: Oh, diese Frage ist schwer zu beantworten. Da die Shops aus lauter Lieblingsstücken bestehen, müssen sie mir nachsehen, dass ich kein spezielles Lieblingsstück hier benennen kann.

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Für die Zukunft ist geplant …

Herr Lederleitner: Wir haben mehrer Pläne für die Zukunft, aber in unmittelbarer Zukunft werden wir einen neuen Concept-Store in Wien eröffnen. Es wird dann der dritte Standort in Wien sein und wir sehen der Eröffnung schon freudig entgegen.

Meinen eigenen Einrichtungsstil würde ich beschreiben als …

Herr Lederleitner: Aus einer Mischung unterschiedlichster Stilrichtungen

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Herr Lederleitner, vielen Dank für das Interview und allen Interessierten in Deutschland möchte ich noch den Lederleitner Online Shop empfehlen, wo man schöne Wohnaccessoires unter www.lederleitner.at erwerben kann. Und schauen Sie doch mal in einer der Filialen vorbei, wenn Sie das nächste mal in Österreich sind, es lohnt sich!

 

Wohntrends von der imm Cologne 2015

Zu Beginn eines jeden Jahres präsentiert die imm cologne die aktuellen Trends aus der Möbel- und Einrichtungsbranche. Namenhafte Hersteller zeigen Seite an Seite mit Newcomern ihre neuesten Produkte. Ob Möbel, Stoffe, Tapeten oder Leuchten, es wurden Wohnideen für jeden Raum, jeden Stil und jeden Anspruch präsentiert und in Szene gesetzt. Am meisten inspirierten mich die im „Pure Village“ ausgestellten Trends. Hier zeigten die unterschiedlichsten Hersteller, dass Einrichten heutzutage eine ganzheitliche Aufgabe ist. Deshalb möchte ich Sie diesmal auf einen Rundgang durchs „Pure Village“ entführen.

Auch diesmal wurde in der Messehalle 2.2 „ Das Haus – Interiors on Stage“ präsentiert. Das chinesische Designteam Neri&Hu aus Shanghai waren eingeladen, das Haus der Zukunft zu entwerfen. Das „Haus on Stage“ setzt sich aus mehreren, von außen schwarz angestrichenen Kuben zusammen, die einen lichten Innenhof bilden und durch eine meanderförmige, helle Holzbrücke miteinander verbunden werden.

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Das Konzept „ Memory Lane“ basiert auf der Idee, sich an die Vergangenheit zu erinnern, um die Zukunft verstehen zu können. Auch der Begriff vom „Zuhause“ soll hinterfragt werden. Einerseits ist unser Zuhause ein Zufluchtsort, andererseits könnte es auch ein „Käfig“ für unsere Besitztümer und Wohnrituale darstellen. Neri&Hu Design und Research Office fordert auf, uns durch die unterschiedlichen, fast voyeuristische Einblicke von außen, innen und oben, diesem Thema zu nähern. Dadurch, dass die einzelnen farblich gestalteten Räume aber nicht zu betreten sind, sondern nur zu betrachten, wird diese Aufforderung noch gesteigert. Auch der Spiegel wird von den Designern so präzise eingesetzt, dass die unterschiedlichen Schichtungen aus Vergangenheit und Gegenwart, in Szene gesetzt werden.

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Beleuchtung bei der Möblierung unseres Zuhauses ist ein beliebtes sowie immer auch ein schwieriges Thema. Es erhielt auch auf der diesjährigen Möbelmesse einen besonderen Stellenwert. Im Trend scheinen in diesem Jahr, Glasleuchten in unterschiedlichster Form zu liegen, mit sichtbaren sogenannten Deko Leuchtmitteln. Auch hier gilt, wie schon im letzten Jahr zu sehen, dass mehrere Leuchten zu einem Ensemble zusammengefügt, erst so richtig zur Geltung kommen. Ob in der Reihe oder gebündelt, der Phantasie des Zusammenfügens sind keine Grenzen gesetzt.

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Der Stand von Buzzi Space aus Belgien war sehr emotional gestaltet. Das Material Filz war überall präsent und wirkte in Kombination mit den Holzmöbeln sehr warm und gemütlich. Zur Förderung des Schallschutzes verwendet Buzzi Space diesen speziellen Filz auch gern in Büroräumen.

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Verschiedene Oberflächengestaltungen für Tischplatten oder Schranktüren liegen nach wie vor sehr im Trend. Vor allem florale Muster, wie in diesem Beispiel gezeigt, wecken Emotionen und transportieren Gefühle und Zeitgeist, denn wir fühlen uns dadurch der Natur verbunden.

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Hier endet mein kleiner Einblick von der imm cologne 2015. Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Gestaltung Ihres Zuhauses.