Die Qi – Qualitäten im Feng Shui

Im Feng Shui ist das „Qi“ (gesprochen: tschi) der zentrale Mittelpunkt, um den sich diese alte Wissenschaft dreht. Es geht um die Lehre von einem Leben in Harmonie und dem Gleichgewicht mit der Umgebung. Aber was bedeutet „Qi“ konkret?

Das chinesische Schriftzeichen für „Qi“ Qisetzt sich aus den Zeichen „Dunstbildung“ über „Reis“ zusammen. „Qi“ kann deshalb auch „Atem“, „ Hauch“ oder „Luft“ bedeuten. Im Feng Shui steht Qi für „Lebenskraft“ und is ständig in Bewegung, ist fließend und kann sich sammeln, aber auch stagnieren und abfließen.

Das Qi ist allgegenwärtig, durchdringt und durchströmt den Raum, unseren Körper, den gesamten Kosmos.

Im Feng Shui sprechen wir von zwei verschiedenen Qi-Qualitäten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das günstige Qi wird von den Chinesen als der „kosmische Atem des Drachen“ als „Sheng-Qi“ bezeichnet. Diese Energie gilt es zu finden, wenn wir ein Haus bauen oder in eine neue Wohnung ziehen wollen, aber natürlich auch für unser jetziges Lebens – und auch Arbeitssituation. Solche günstigen Lebensenergien verlaufen immer in mäandernden Bahnen. So wie der natürlich verlaufende Fluss immer schlängelnd verläuft, lenken wir die Energie in unsere Wohnung oder in unserem Garten auch in mäandernden Formen. Dieser Sitzplatz zum Beispiel kann die Lebenskraft, das „Qi“ auf ganz wunderbare Weise sammeln.

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Die ungünstige Energie, die von den Chinesen „ tödlicher Hauch“ oder auch „Shar-Qi“ genannt wird, gilt es hingegen zu meiden. Der „ tödliche Hauch“ entsteht durch scharfe, spitze Gegenstände und Strukturen. Im Feng Shui sprechen wir auch von sogenannten „ Giftpfeilen“. Solche „ Giftpfeile“ können z.B. gerade Straßen, spitze hervorspringende Kanten von Häusern und Dächern, einzelne Bäume oder Laternenmasten sein. Wenn solche „ Giftpfeile“ auf Eingangstüren, Sitzlandschaften, Schreibtische oder Betten gerichtet sind, ist man ständig ihrem negativen Einfluss ausgesetzt.

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Diese Fotos zeigen „ Shar-Qi“ das direkt die Eingangstüren der Häuser bedroht. Auf der linken Seite ist es der einzelne Baum der genau auf die Eingangstür zeigt. Hier wäre es klug gewesen, wenn man beim Bauen des Hauses die Tür etwas weiter rechts gesetzt hätte, dann würde der „Giftpfeil“ keine Auswirkungen haben. Auf dem rechten Bild, wirkt der schnur-gerade Weg, der direkt auf die Eingangstür führt ungünstig. Das Qi kann sich in diesem Fall nicht sammeln. Ein geschlängelter Weg wäre hier die Lösung, um den „ Himmlischen Atem“ ins Haus zu lassen.