Auszeit am Atlantik

Portugal war das Ziel meiner diesjährigen kleinen Auszeit. In der Nähe von Ericeira, nördlich von Lissabon, gibt es einen kleinen Strand namens Sao Juliao. Hier schlagen die Wellen des Atlantiks stürmisch auf den Strand. Anfang Juni sind die Temperaturen hier ungewöhnlich kalte 17bis 18 Grad, während zuhause heiße 30 Grad herrschen.  Jedoch entschädigt das Rauschen der Wellen, der Duft von Salzwasser in der Luft, die frische Brise und der Blick auf den unendlichen Atlantik mehr als ausreichend für die kühlen Temperaturen.

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Jeden Tag genieße ich die unglaublich schöne Natur an der Küste und dehne dazu meinen Körper beim Anahata Yoga mit Peter Clifford . Seine Übungen sind einfach und sehr effektvoll. Sie werden langsam ausgeführt im Einklang mit dem Atem. Währenddessen erklärt Peter mit ruhiger und warmer Stimme die Zusammenhänge und auch wie wichtig es ist, sich jeden Morgen nach dem Aufstehen zu dehnen. Nach dem Morgenyoga gibt es bei unserer netten Gastgeberin Paula ein einfaches Frühstück. Alle gemeinsam nehmen wir es in ihrem farbenfroh gestalteten Aufenthaltsraum zu uns.

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Ericeira liegt perfekt, um die architektonischen Highlights zu besuchen, wie das Königsschloss in Mafra Dieses Schloss ist einzigartig. Es ist nicht nur riesig in seiner Dimension mit 1.200 Räumen, 4.700 Türen und Fenstern, 156 Treppen und Patios, sondern umschließt symmetrisch dazu eine prunkvolle Kirche in der Mitte der Schlossfassade. Von einem Hauptgang des Schlosses sieht man direkt in die Kirche und wohnt somit den vielen Hochzeiten oder Taufen indirekt bei.

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Absolut sehenswert ist die lang gestreckte Bibliothek am Ende des Schlosses, die eine der bedeutesten von Portugal ist und im Stil des Rokokos entworfen wurde. Sie umfasst 40.000 wichtige Bände der Kunst, Medizin und vor allem der Architektur. Im Vorraum sind Originale ausgestellt, die mein Architektenherz höher schlagen ließen.

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Ganz in der Nähe zwischen Ericiera und Lissabon erhebt sich das wunderschöne Sintragebirge. Die gleichnamige Stadt Sintra liegt malerisch in den Bergen und von den erhöhten Terrassen hat man immer einen Blick auf den Atlantik. Mit ihren zahlreichen Palästen, Herrenhäusern, Gärten und Burgen ist Sintra ein absolutes Muss für einen Zwischenstopp.

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Die Stadt war den architektonischen Einflüssen der Römer und auch der Mauren ausgesetzt. Dies macht heute zusammen mit der wunderbaren Lage ihren großen Charme aus. Wenn ihr nur einen Tag Zeit habt, verbringt ihn in Quinta de Regaliera 

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Diese wunderschöne Parkanlage mit Schloss wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem Millionär erworben und prachtvoll auf ganz mystische Weise ausgebaut. Hier verwirklichte der italienische Architekt Luigi Manini einen Garten Eden mit vielen magischen, poetischen und auch unterirdischen Orten. Mein absoluter Favorit ist der 27m runde Turm, der nach unten in die Erde gebaut wurde. Die „Quelle der Weihe“ hat 9 Ebenen, die durch eine Wendeltreppe erlebbar werden. Im Sommer finden in diesem Turm auch Konzerte statt.

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Hat man mehr Zeit Sintra zu genießen, kann ich noch den Königspalast in der Altstadt empfehlen. Die beiden weißen Schornsteine strahlen in der Sonne und sind schon von weitem sichtbar. Sie gehören zur riesigen Küche, in der man sich mit etwas Phantasie das damalige geschäftige Treiben um die vielen Feuerstellen lebhaft vorstellen kann.

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Die Burganlage Castelo dos Mouros ist besonders schön am Abend. Gewundene Wege führen auf den Hügel und zu dieser Zeit gehören sie dir fast allein. Aber aufgepasst, man sollte das Ticketoffice vor 19 Uhr erreichen – dann kann man noch für eine ganze Stunde die Burganlage ungestört besichtigen.

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Der Touristenmagnet ist zweifelsohne das portugiesische Schloss Schwanstein namens Palácio Nacional da Pena Es liegt auf einem weiteren Hügel gleich in der Nähe der Burganlage. Diese Anlage mutet an wie aus 1001 Nacht mit seinen vielen Baustilen. Wenn man die vielen Touristen nicht scheut, dann ist der Besuch dieses Schlosses ein Muss.

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Ich bin jetzt mit vielen tollen Inspirationen von diesem wunderschönen portugiesischen Flecken Erde zurückgekehrt. Im nächsten Blogbeitrag werde ich es nicht versäumen, euch meine Designhighlights aus Lissabon vorzustellen

Tschau e Ate outra vez, vossa Nicole

 

 

Im Vorübergehen… Palast Barberini – Vorderseite

Erinnert ihr euch noch an den Jahrhundertschritt? Richtig…. der „Riesenkerl“, der auf der Rückseite vom neuen Barberini in Potsdam steht und im Herbst letzten Jahres von meinem Kollegen Thomas Sander hier auf meinem Blog so wunderbar schön und leicht in Szene gesetzt wurde. Diesmal war Thomas wieder einmal im Barberini und hat für euch, so ganz im Vorübergehen, sich die Vorderseite vom Museum mal genauer angeschaut.

“ Heute will ich in den Palast Barberini, zu Beckmann und seinem „Welttheater“. Das hatte ich mir schon längst vorgenommen, es aber bisher nicht geschafft. Grund: Der Palast liegt fast um die Ecke und die Ausstellung geht noch bis Juni. Sehr gefährlich, denn so denkt man, dass der Wunsch buchstäblich auf dem Wege liegt und man noch ewig Zeit hat. Meine Erfahrung – und nicht nur meine – sagt aber, dass dies der sichere Weg ist, es garantiert zu vermasseln. Erstens ist nicht alles, was auf dem Wege liegt, auch naheliegend, und zweitens hat der Mensch keine Zeit, er nimmt sie sich höchstens. Solcherart mit Weisheit gerüstet, ergab sich zudem der günstige Umstand, dass Freunde von mir denselben Gedanken hatten und mich fragten, ob ich mit zu Beckmann wolle. Ich musste wollen, sonst wäre es nie was geworden und so verabredeten wir uns für heute elf Uhr auf dem Alten Markt.

Zehn nach elf eile ich hinter der Nikolaikirche hervor. Verdammt, ich komme zu spät! Doch habe ich dafür auch den allerbesten Grund: Meine Wohnung liegt nur fünf Minuten vom Museum entfernt – das soll mal jemand rechtzeitig schaffen!

Meine Freunde stehen vor der Loggia im Erdgeschoss und sehen kein bisschen verwundert aus. Das wundert mich wiederum nicht – wir kennen uns. Ich verlangsame meinen Schritt, bezwinge meinen Drang, den Schrittzähler aus der Hosentasche zu nesteln, und nehme mir stattdessen Zeit, mich wieder hinreißen zu lassen von dieser geradezu surrealen Erscheinung: Ein gut zwei Jahre alter beigefarbener Barockpalast steht dort wie aus dem Ei gepellt als ungefähre Kopie eines vor 73 Jahren zerstörten palastartigen Verwaltungs- und Wohnhauses, das wiederum 173 Jahre zuvor errichtet wurde als Doppelwohnhaus für die Bürger Schulz und Dickow und zwar als freie Adaptation eines noch einmal 134 Jahre früher fertig gestellten Palazzos in Rom. Derselbe war übrigens auch ein Doppelwohnsitz, in diesem Fall für zwei Neffen des damaligen Papstes Urban VIII. Die beiden lebten übrigens hauptsächlich vom Nepotismus, was – ganz nebenbei – ein hübscher Ausdruck ist für Vetternwirtschaft.

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Unser Palast ist also eine Kopie von einer Kopie. Solche Nachbauten sind eine Spezialität aus Potsdam, man betrachte gegenüber nur einmal den neuen Landtag, der laut einer güldenen Inschrift kein Schloss sein will. Wer’s dennoch nicht glauben mag, begebe sich ruhig ins Innere. Auf dem Weg zur Kantine im Dachgeschoss – Hunger treibt’s rein – geht man über weiße Treppen, blickt in weiße Flure und rollt mit den Augen zur weißen Decke. Für diese weiße Designerhölle sollte man am Eingang Schneebrillen verteilen.

Doch zurück zum Palast Barberini. Eben winken mir meine Freunde zu und ich winke zurück. Einer zeigt empört auf seine Uhr. Ich kann ihn verstehen, aber bitte bitte, noch einen Moment Geduld.

Der Palast ähnelt auf dem ersten Blick ein wenig dem alten Wohnzimmerschrank meiner Eltern, der hatte auch so ein vorgezogenes Mittelteil. Die offene Loggia im Erdgeschoss wirkt dabei recht leichtfüßig, fast schon etwas fragil. In der Höhe wird dieser Mittelteil, auch Risalit genannt, von den drei klassischen Säulenordnungen gegliedert, wobei es eine seit der Antike klar definierte Rangordnung gibt. Diese Fassade ist für jeden Architekturfreund eine veritable Lehrtafel. Es wäre daher durchaus zu empfehlen, wenigstens einmal während des Studiums Architekturstudenten der örtlichen Fachhochschule hierherzuführen, um sie an Ort und Stelle mit der Grundlager der klassischen Architektur, nämlich den Säulenordnungen, vertraut zu machen. Natürlich nur, sofern der Studienplan auch Allgemeinbildung vorsieht.

Gehen wir der Reihenfolge nach: Die niederste Ordnung, die Toscana, steht der Regel entsprechend ganz unten. Sie ist eine Variante der eine Stufe über ihr stehenden dorischen Ordnung, von ihr unterschieden durch den glatten Schaft und das Vorhandensein einer Basis. Den französischen Klassizisten galt sie als die Demonstration männlicher Stärke, andere bezeichneten sie als bäurisch oder aufgrund einer zweifelhaften Etymologie gar als deutsche Ordnung. Der klassischen Architekturlehre nach sei sie für alles geeignet, was mit dem Begriff der Männlichkeit zu tun habe: Militärbauten, Stallungen und Gefängnisse. So findet sie sich auch am Jägertor wieder, hier sogar durch eine schwere Bandrustika gegliedert. Am Palast Barberini steht die Toscana vor sechs Bogenpfeilern, außen als Dreiviertelsäulen, innen aber in Form zweier von Pilastern hinterlegter Vollsäulen. Dazu passen die für klassische Sockelzonen typischen Putzbänder im Hintergrund und der Triglyphenfries. Die Säulen erheben sich auf Piedestalen; das streckt sie in die Höhe, ohne ihre klassische Proportion zu verzerren und gibt ihnen zugleich einen optischen Halt.Barberini_vorne_02

Darüber, im ersten Obergeschoss, erhebt sich die Ionica, ebenfalls in Form von Dreiviertelsäulen und erkennbar an den typischen Kapitellen mit den Schnecken. Zu Beginn, also 600 Jahre vor unserer Zeit, waren sie nur auf Vorderansicht konzipiert; daraus ergab sich der sogenannte Eckkonflikt. Ein Dauerbrenner, denn erst 300 Jahre später entwickelte man die vierseitige Variante und beendete damit den Konflikt – man kann es sich aber auch wirklich schwer machen. Die Ionica gilt als weibliche Ordnung. Der italienische Mathematiker Luca Pacioli meinte sogar, sie habe einen melancholisch, witwenhaften Ausdruck. Meine Großmutter war lange Jahre Witwe, aber einen „ionischen“ Ausdruck habe ich bei ihr nie bemerkt. Palladio liebte die Ionica und wandte sie gern bei seinen Villen an, darunter auch der berühmten La Rotonda. Geeignet schien diese Ordnung für all jene Bauten, die zu gut waren für die Toscana und zu profan für die Corinthia, und das waren vornehmlich Villen, Rathäuser, Museen und Theater. Das Gebälk über den Ionica ist im Übrigen glatt belassen und nur mit einem Zahnschnitt akzentuiert.

Die höchste und reichste Ordnung am Palast Barberini, die noch vor der bereits erwähnten und mit ihr eng verwandten Corinthia steht, ist die Composita. Ihre Kapitelle sind eine Mischung aus den Voluten der ionischen und dem Akanthuslaub der korinthischen Ordnung. Der Architekt verwendete an dieser Stelle, anders als in den Geschossen darunter, Pilaster, die jeweils noch von einem Viertelpilaster hinterlegt sind. Laut dem antiken Baumeister Vitruv soll diese Ordnung auf Kallimachos, einem griechischen Bildhauer aus dem 5. Jahrhundert vor unserer Zeit zurückgehen. Dieser habe beobachtet, wie eine Amme auf dem Grab einer von ihr aufgezogenen, jungfräulichen Korintherin einen Korb mit deren Lieblingsspielsachen abgestellt und mit einer Platte gegen die Witterung geschützt habe. Eine zufällig darunter wachsende Akanthuspflanze habe sich dann um den Korb gerankt und so das erste korinthische Kapitell gebildet. Die als jungfräulich und majestätisch betrachtete Corinthia bzw. Composita fand vor allem im europäischen Palast- und Kirchenbau eine breite Anwendung.

Gern würde ich noch etwas verweilen bei der vasengeschmückten Balustrade, die den Bau filigran gegen den Himmel abschließt oder bei der breiten Durchfahrt auf der rechten Seite, an die ich mich irgendwie nicht gewöhnen kann und will, mehr noch aber bei dem großzügig verglasten Foyer mit Durchblick bis zum Innenhof, wo das Jahrhundert weiter schreitet, aber ich darf den bis zum Zerreißen gespannten Geduldsfaden meiner Freunde nicht länger strapazieren und bewege mich augenblicklich auf den Eingang zu. „Welttheater“ heißt die Ausstellung, und irgendwie habe ich hier auf dem Alten Markt das leise Gefühl, bereits mitten in den Kulissen zu stehen.“

 

DIY – Osterdekorationen

Gerade noch war es klirrend kalt, jedoch nun naht endlich der Frühling, auf den ich mich langsam einstelle. Zu seiner Begrüßung wird die Wohnung vom Winterschlaf befreit und vor allem mit Blumenarrangements und Dekorationen verschönert. Eine frühlingshafte Frische hält Einzug.

Die Krönung des Frühlings ist natürlich das Osterfest und die dazugehörigen Vorbereitungen. Das letzte Wochenende habe ich dazu genutzt, meine Kreativität sprudeln zu lassen und mir zu überlegen, wie ich meine Wohnung für das nahende Osterfest verschönern kann. Heute möchte ich euch meine frühlingshaften Osterdekorationen vorstellen. Und da sie sooooo einfach sind, könnt ihr sie auch flink noch vor dem Osterfest umsetzen.

Den Auftakt macht eine zauberhafte Tischdekoration, die schon jetzt eure Wohnung verschönert und zum Osterfest den Tisch schmücken kann.

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Für diese erste Idee benötigt ihr eine schöne Schale, gern mit einem Fuß, Blumenerde, Narzissen und kleine Wachteleier.  Als Schale habe ich meine Bonbonniere verwendet, die nicht nur für Plätzchen und Kekse Verwendung findet, sondern auch schon oft als Osternest. Diesmal habe ich sie mit der ultimativen Osterblume, der Narzisse in Miniausführung, bepflanzt. Ein paar Wachteleier, die es bei Depot zu kaufen gibt, oben draufgelegt und fertig war meine Tischdekoration.

Besonders cool kommt, wenn ihr statt der Bonbonniere eine alte Suppenschüssel verwendet.  Die wird dann zum Osterbrunch auf den Tisch gestellt und voilà…statt der Ostersuppe ….ein Osternest zwischen Narzissen.

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Ich liebe es, kleine Wohnaccessoires  immer wieder neu zu dekorieren. Wie meine kleine Etagere, auf der normalerweise nur eine rosafarbene Kerze steht.  Diesmal habe ich rosafarbenes Ostergras von Depot gekauft und das neue Arrangement mit einigen Wachteleiern und Kirschblüten verziert. Der Clou, meine kleine Lichterkette, die zuvor meinen Weihnachtskranz zierte, wurde einfach um das Ostergras gelegt. Und somit bestrahlt bei schlechtem Wetter, wenn die Sonne mal nicht scheint, die Lichterkette das Osternest. Es lebe der Mut zum Mix ….

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Der klassische Osterstrauß darf natürlich nicht fehlen. Dieses Jahr hat mich die Plattweide angesprochen, die sehr apart mit ihren kleinen Kätzchen aussieht, aber definitiv zur Osterzeit noch geschmückt werden darf. Ein großer Osterstrauß in einer Bodenvase darf mit großen Ostereiern verziert werden, damit die Proportionen stimmen. Deshalb kommen hier große füllbare Plastikostereier zum Einsatz. Echter Eukalyptus und rosafarbene Kirschblüten dienen als Füllung. Und damit die Ostereier länger Frische ausstrahlen, habe ich mich für einen unechten Kirschzweig entschieden, den ihr bei Depot erwerben könnt. Hinzu noch ein schönes Band in der passenden Farbe und schon könnt ihr die selbst kreierten Ostereier an den Strauß hängen.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen 3 DIY Osterdekorationen Inspiration und Anleitung für die Gestaltung eurer Wohnung geben und wünsche Euch schon jetzt ein fröhlich-buntes Osterfest.

Eure Nicole

Feng Shui Workshop im Frühling

Zugegeben, im Moment sind die Temperaturen wirklich eisig und es fällt schwer dabei schon an den Frühling zu denken. Aber der Astronomische Frühlingsanfang beginnt schon in 21 Tagen, diesmal am 20.03.2018, im Moment…kaum zu glauben. Trotzdem ein guter Anlass daran zu denken, langsam aus dem Winterschlaf zu erwachen und den Frühling zu begrüßen. Das kann man auf verschiedene Art und Weise praktizieren. Der alljährliche Frühlingsputz eignet sich hervorragend dazu,  Frische und Wohlempfinden in unsere vier Wände zu lassen.

Schön, wenn wir dazu auch noch einige Tipps und Anregungen erfahren, wie wir auch die guten Energien beeinflussen können. Denn nicht nur Frische sondern auch die Balance der Elemente und die Balance von Yin und Yang, verhelfen uns zu einer rundum guten Wohnqualität.

Deshalb möchte ich euch herzlich einladen, an meinem Feng Shui Workshop im April teilzunehmen. Mein Workshop „ Gestalte Deine Räumlichkeiten mit Feng Shui“  befasst sich mit den Grundlagen der alten chinesischen Erfahrungswissenschaft.  Darüber hinaus erfahrt Ihr auf anschauliche Art und Weise, wie dieses Wissen auf unsere heutigen Bedürfnisse übertragen werden kann. Der Workshop vermittelt Euch Einblicke über den Zusammenhang zwischen unserem Zuhause und der unmittelbaren Umgebung.Ihr lernt Yin und Yang und die Lehre der 5 Elemente kennen und erfahrt inwiefern diese für Balance, Ausgleich  und ein harmonisches Raumgefühl sorgen.

Lernt eure persönliche GUA-Zahl zu berechnen und erfahrt, wo diese im Feng Shui Verwendung findet. An dem eigenen Wohnungs- oder Hausgrundriss wird das neu erlernte Wissen am Ende des Workshops gefestigt. Auch für individuelle Fragen bleibt genügend Zeit.

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Dieser Workshop ist für alle geeignet, die mehr wissen möchten über den Dialog zwischen Mensch und Raum und welche Bedeutung die unmittelbare Umgebung für unser Wohlbefinden hat. Gleichzeitig erhaltet Ihr praktische Tipps, wie Euer Zuhause zu einem harmonischen Ort der Balance und Geborgenheit wird.

Ich freue mich, Euch am 21.04. 2018 von 10:00 bis 14:00 Uhr im Atelier Guelden in Potsdam begrüßen zu können. Bitte leitet Sie diesen Newsletter auch an interessierte Freunde und Bekannte weiter. Bestimmt könnt Ihr den einen oder anderen damit erfreuen.

Anmeldung und detaillierte Informationen findet Ihr unter:
http://www.interieur-feng-shui.de/workshop_01

Ich freue mich auf euch! Eure Nicole

Inspirationen von der imm cologne 2018

Jedes Jahr ist der Januar für mich nicht nur der Monat des Neubeginns, sondern vor allem auch der Monat der Inspirationen. Denn dann findet die Internationale Möbel Messe in Köln statt.  Auch diesmal habe ich sie besucht. Auf geht’s in die Welt der Möbel, Stoffe, Accessoires und Trends.

Ein „must see“ ist jedes Jahr  „ Das Haus on Stage“.  Auf 180qm Messefläche wird ein internationaler Designer eingeladen, seine Vorstellung des idealen Hauses zu präsentieren. Diesmal präsentierte die tschechische Designerin Lucie Koldova ihre Vision zum Thema „ Licht und seine Bedeutung für das Wohnen“.

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Das Haus zeigt, dass Licht die Stimmung eines Raums ganz unterschiedlich beeinflussen kann. So sind die Räume um den zentralen Wohnbereich gruppiert und in jedem herrscht eine andere Lichtstimmung, was teilweise auch durch die Wahl der Farbe Rot im „Dress Room“ erzeugt wird.

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Am attraktivsten fand ich den Wellness-Bereich, die Relax Zone im Haus von Lucie Koldova. Die Leuchte Ivy von Brokis fließt wie ein Wasserfall aus Lichtpunkten in die im Boden eingelassene Badewanne. Eine tolle Inspiration zum Thema Beleuchtung im Badezimmer.

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Alles in allem fehlte mir bei der Inszenierung die Sinnlichkeit und die Lust, den Raum auch auszuprobieren oder zu spüren. Und so wirkte das Haus 2018 eher als ein Showroom für die zugegebenermaßen schönen und interessanten Leuchten von Lucie Koldova, jedoch weniger als ein Haus zum Wohnen und Wohlfühlen.

Angetan und entzückt war ich vom Messestand von Walter Knoll. Er war, wie schon seit längerem Trend, in dunkel gehalten. Auf den dunkelblauen Wänden fanden sich weiße Blumen im x-ray (Röntgen) Stil aufgebracht. Wunderschön, fast elfenhaft wirkten diese durchscheinenden Blumen. Davor erschienen dann die Sofa-Landschaften fast etwas schwerfällig, jedoch trotzdem sehr bequem.

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Auch diese Kombination aus Dunkelblau und Braun/ Ocker empfand ich am Messestand von Sophisticated Living überraschend schön. Ich hätte nicht gedacht, dass diese Farbkombination so eine tolle Wirkung haben kann. Die Hängeleuchten von graypants verstärkten diesen Eindruck.

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Und jedes Jahr lautet die Frage aller Fragen, wo der Trend im Wohndesign hingeht. Ich muss gestehen, ich habe keine neue Entwicklung feststellen können. Bis auf DAS HAUS 2018, das fast ausschließlich in Weiß und hellem Holz gehalten war und nur die Farbe Rot als Kontrast eingesetzt wurde, ist alles wieder sehr dunkel gehalten.
Dunkles Holz, dunkle Wandfarben und dazu pastell- oder graufarbene Stoffe.

Ein Trend ist mir aber dennoch aufgefallen: Es wird samtig. Sessel und Couchlandschaften präsentieren sich in dunklem, schwerem Samt. Sieht edel aus und kann einen Hauch von Luxus in Wohnzimmer und auch Restaurants bringen. Ich muss gestehen, dass ich ein Fan von Samtstoffen werden könnte und… mal sehen, vielleicht beginne ich klein mit Kissenbezügen aus Samt.

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Last but not least möchte ich euch noch mein kleines Highlight vorstellen. Auf einem holländischen Messestand habe ich diese hängenden Tillandsia in einem dünnen Drahtnetz in Kupfer entdeckt. Grazil schwebend, verschönern sie jeden Raum. Auch benötigt man keinen grünen Daumen, da die Pflanze kaum Wasser benötigt. Es gibt die hängenden Pflanzen in drei Größen zu bestellen über den Webshop von Studio Caroliln slottje Ich werde mir wohl drei hängende Tillandsias bestellen und sie im Badezimmer von der Decke hängen lassen. Im Warenkorb liegen sie schon, ich muss nur noch auf den Bestellbutton betätigen.

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Ich hoffe mein kleiner Rundgang auf der diesjährigen imm cologne 2018 hat euch gefallen. Ich bin jedenfalls wieder um viele Ideen reicher und freue mich schon diese in meinen Projekten umzusetzen. Auf in ein fabelhaftes und farbenfrohes neues Jahr.

Eure Nicole

 

Die Jahresenergie für 2018

Wer möchte nicht wissen was das neue, gerade angebrochene Jahr alles für uns bereit hält? Wie in jedem Jahr möchte ich euch auf meinem Blog einen kleinen Einblick in die Energien des neuen Jahres geben.

Das Jahr 2018 ist ein Erde-Hund Jahr. Das Jahr des Hundes 2018 wird im chinesischen Horoskop charakterisiert durch das Element Yang Erde, was auf dem Element Yang Erde Hund sitzt. Im alten China wurden die Eigenschaften Treue und Loyalität hoch geschätzt. Diese Eigenschaften werden auch dem Hund zugeordnet.

Menschen,  die in einem Hunde-Jahr ( 2018/2006/1994/1982/1970) geboren sind,  benötigen weder Ruhm noch Luxus um glücklich zu sein. Mit ihrer anpassungsfähigen und genügsamen Art haben sie ihren Mitmenschen einiges voraus. Soziale Beziehungen und ein gerechtes Miteinander sind ihnen wichtig, und so setzen sie sich gern für die Rechte anderer ein. Dabei sind sie, wie bei allen Projekten die ihm am Herzen liegen, äußerst hartnäckig und fleißig.

Nun könnte man annehmen, dass Eigenschaften wie Loyalität und Treue ein harmonisches Jahr bringen. Jedoch werden auch dieses Jahr einige Schwierigkeit auf uns warten. Näheres dazu findet ihr ausführlich auf der Webseite von Großmeister Raymond Lo 

Die Jahresenergie 2018 im Allgemeinem nach Raymond Lo

Seine starke Entschlossenheit und sein großer Wunsch sein Ziel zu erreichen und dafür zu kämpfen, macht die Energie des Hundejahres nicht einfach. Es herrscht die Atmosphäre, sich an Prinzipien zu halten und einen festen Standpunkt einzunehmen. In einer solchen Atmosphäre wird es zu harten Auseinandersetzungen und Zusammenstößen in den internationalen Beziehungen kommen und es wird nicht einfach, Harmonie und Frieden zu erreichen. Yang-Erde steht als Symbol für den Berg und Yang-Erde, die auf dem Erde-Hund sitzt, ist ein massiver großer Berg.  (Doppelerde) Ein solches Jahr weist also auf eine höhere Wahrscheinlichkeit von Bergkatastrophen hin. Es besteht die Gefahr von Erdrutschen, Lawinen und Erdbeben. In dem Fünf-Elemente-Zyklus steht Feuer für Glück und Optimismus, der in den vergangenen Jahren vom Feueraffen und Feuerhahn beherrscht wurde. Wenn jedoch das Jahr des Hundes kommt, wird es „ das Grab des Feuers“ sein und verdrängt somit den Optimismus. Der Hund repräsentiert den Monat Oktober, der Herbst und Winteranfang ist. Das optimistische Feuerelement stirbt und das ängstliche Wasserelement wird sich durchsetzen. Das kann auch Konsequenzen für den Finanzmarkt habe.  Das Hunde-Jahr wird daher einen Rückgang des Wirtschaftswachstums und Aktivitäten mit sich bringen, die zu längerfristigen Rückschlägen des Aktienmarktes und zu mehr Wirtschaftskrisen führen kann. 

Das waren die allgemeinen Aussichten für das Jahr des Hundes 2018. Aber welchen Einfluss haben diese Energien nun auf unsere unmittelbare häusliche Umgebung? Verändern sich diese Energien von Jahr zu Jahr?

Die Jahresenergie 2018 im Feng Shui

Es gibt im klassischen Feng Shui mehrere Betrachtungsweisen, um die Energien unseres Hauses zu charakterisieren. Wir betrachten auf der einen Seite die Umgebungsenergien und auf der anderen die sogenannte zeitliche Komponente. Die zeitliche Betrachtung nennt man im Feng Shui, das System der Fliegenden Sterne. Dieses System hat Energiepotenziale in jeder Himmelsrichtung unseres Hauses, und wird bestimmt durch den Einzug und die Ausrichtung der Eingangstür. Diese Energien verändern sich nicht.

Zusätzlich gibt es die jährlichen Energieeinflüsse, die immer um den  04. Februar eines neuen Jahres wechseln. Dieser Wechsel vollzieht sich nach dem chinesischen Kalender (auch bekannt als Bauernkalender). Welche Potenziale, Eigenschaften aber auch Gefahren birgt das Erde-Hunde Jahr 2018? Wie sich die Jahreskonstellation auf die jeweiligen Bereiche des Hauses auswirken, könnt Ihr der unten stehenden Grafik entnehmen. Vielen Dank meiner lieben Feng Shui Kollegin Stine Holland aus Leipzig, die mir ihre wunderbare Grafik zur Verfügung gestellt hat.

Das Jahr des Erde – Hundes 2018 (vom 04.02.18 bis 03.02.2019)

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Daraus folgt, dass wir in diesem Jahr Renovierungen und Umbauten im Haus und auf dem Grundstück in den Bereichen des Nordens (im ganzen Norden), im Nordwest (NW3) und im Nordosten (NO1) auf einen günstigeren Zeitpunkt verschieben sollten.

Umbaumaßnahmen in diesen Sektoren könnten sich störend auf die Jahresenergie auswirken, wodurch auch gesundheitliche Probleme begünstigt werden könnten.
Die negative Energie der 5 kann mit einem Windspiel, welches im Norden aufgehängt wird, minimiert werden.

Ungünstig ist auch der NW1 (der große Herzog / Tai Sui) genannt und der SO1
(Jahresbrecher / Sui Po) Genannt. In diesen Sektoren des Hauses sollten auch keine großen Umbaumaßnahmen in diesem Jahr stattfinden. Wenn man diese kleinen Hinweise beachtet, steht dem Glück und der Harmonie in seinen eigenen vier Wänden auch im Neuen Jahr nichts mehr im Wege.

Ich wünsche Euch allen, ein zauberhaftes tolles  Neues Jahr mit unterstützenden Energien.

Eure Nicole

4 plus 1ne Dekoidee für den Adventskranz

Jetzt beginnt eine meiner schönsten Zeiten im Jahr, die Vorweihnachtszeit. Ich liebe es, wenn es draußen dunkel und kalt ist, man durch die Straßen wandert, in die beleuchteten Fenster schaut und es sich im Anschluss zu Hause so richtig gemütlich macht. Dazu gehört natürlich auch, die Wohnung in der Adventszeit zu dekorieren, Plätzchen zu backen und sich mit Freunden zum Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt zu treffen. Ihr wisst ja selbst, dass die Adventszeit immer viel zu schnell ran ist und man meistens noch gar nicht darauf vorbereitet ist.

Einige aber schaffen es doch immer schon rechtzeitig, und posten was das Zeug hält, ihre neuen Weihnachtskranz-und Weihnachtsdekoideen, schon im November. Das habe ich zum Anlass genommen und mich bei Instagram mal umgeschaut, was mich inspiriert und was man vielleicht noch schnell, oder mit ein wenig Aufwand, selber machen kann. Deshalb möchte ich euch hier meine Favoriten vorstellen, die mir sofort gefallen haben. Ganz zum Schluss zeige ich euch dann meinen Adventskranz. Los geht’s!

Mein absoluter Favorit ist die tolle Idee von kleineherzensdiebe. Was sagt ihr zu diesem wunderschönen Adventskranz aus Beton? Ich musste zweimal hinschauen, ob ich wirklich richtig sehe, eine Gugelhupfform aus Beton???? Da ich selber Fan von kleinen Betongeständen bin, habe ich mich sofort verliebt in diesen Adventskranz. Auf ihrem Blog schreibt Regina eine ausführliche Anleitung, wie man ihre Idee nachmachen kann. Außerdem gibt es zusätzlich noch eine weitere kleine Anleitung für Kerzenhalter aus Beton. Einfach zauberhaft und ich habe mir fest vorgenommen, im nächsten Jahr auch einen aus Beton zu basteln. Der Vorsatz ist gemacht.

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Die Idee von sammydemmy fand ich auch super schön. Die Idee ist nicht nur sehr schlicht, sondern auch super einfach selber zu machen. Und die Kerzenhalter von IKEA können dann gleich nach der Adventszeit weitere Verwendung finden. Auf ihrem Blog zeigt sie euch, was ihr alles braucht und wie schnell und einfach es geht. Toll daran finde ich, dass der „Kranz“, der gar keiner ist, so flexibel ist. Man kann die vier Kerzenhalter auch auf einem langen Tisch verteilen. 

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Von der Adventskranzidee von Viebeke Design aus Norwegen war ich total überrascht. Die Idee Frühlingsblumen in das Adventsgesteck zu pflanzen, fand ich so überraschend, dass die Idee von Viebeke gleich auf meine „Top 5“  Liste gekommen ist. Hier wird eine wunderschöne alte Holzkiste verwendet, mit Tannengrün, Hagebutten und eben auch Hyazinthen dekoriert und mit vier schlichten weißen Kerzen vervollständigt.  Schön finde ich auch die Äpfel darum, alles in allem eine schöne, stilvolle und etwas rustikale Variante.

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Der Weihnachtskranz von Vintage Schatzkiste ist auch ganz nach meinem Geschmack.  Stilvoll und schlicht werden die vier weißen Kerzen mit  den selbstgemachten Zahlen 1,2,3,4 aus Draht behangen. Diese dann auf einen schönen Teller stellen, mit Tannengrün versehen und noch mit schlichten Glaskugeln schmücken. Voilà, fertig ist dieser wunderschöne, stilvolle Lichterkranz in Weiß.

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Last, but not least, möchte ich euch noch meinen diesjährigen Weihnachtskranz vorstellen. Da ich Gold über alles liebe, dekoriere ich gern zur Weihnachtszeit mit goldenen Tellern. Auch diesmal ist so ein güldener Teller die Grundlage für meinen minimalistischen Adventskranz. Ich habe vier große Aussteckformen gekauft (3 Sterne und einen Tannenbaum) diese auf den Teller verteilt und in der Mitte kleine weiße Baumkerzen befestigt. Dann wird Moos um die Kerze in die Form gedrückt und schon ist der Adventsschmuck fertig. Gleich neben an schmückt ein schlichter grüner Kranz mit einer rosa Kerze das Gesamtarrangement.

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So, jetzt kann die schöne Adventszeit beginnen. Ihr könnt auch gern unter diesem Blog Bilder von eure diesjährigen Weihnachtskränze teilen, das würde mich freuen. Lasst es euch gut gehen bei Kerzenschein, leckeren Plätzchen und langen Spaziergängen.

Eure Nicole

Rom: un caffè per favore

Kaum kann ich es glauben, aber ich war vor kurzem tatsächlich zum ersten Mal in dieser wunderschönen Stadt am Tiber. Mailand, Venedig, Verona , das wunderschöne Florenz, aber noch nie zuvor in…. Rom.

Diese Stadt mit ihrer jahrhundertealten Geschichte begegnet einem auf so wunderbare Weise, dass man aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt Endlich war sie auch mein Reiseziel geworden.

Was soll ich sagen? Rom hat mich sofort begeistert, in ihren Bann gezogen und mit ihrem ganz eigenen Charme verzaubert. Die Jahreszeit war für einen ersten Besuch in die Stadt der sieben Hügel perfekt gewählt. Das Herbstlicht unterstreicht die Schönheit der alten Häuserfassaden, lässt das Grün der großen Pinien sanft erstrahlen und taucht alles in ein magisches Licht. In diesem Zustand der Glücksseeligkeit war ich nicht nur auf den Spuren von meinem Lieblingsmaler Caravaggio unterwegs, sondern ging auch der Lieblingsbeschäftigung der Italiener nach. In keinem anderen Land wird das Kaffeetrinken so zelebriert wie in Italien. Hier heißt übrigens der Espresso nur caffè und wird meistens im Stehen an der Bar getrunken.

Lasst euch mitnehmen in ein paar schöne Kaffeehäuser, in denen ich in Rom an der Bar einen „ un caffè per favore“ bestellte und genoss.

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Das „Café Canova Tadolini“ in der Via Condotti befindet sich ganz in der Nähe der Piazza del Popolo und ist von ganz besonderer Art. Hier nimmt man den Kaffee zwischen großen und kleinen Skulpturen ein. Früher einmal befand sich in den Räumen das Atelier der Bildhauer Canova und Tadolini und heute schmücken ihre Werke, wie z.B. das riesige Pferd mit Reiter direkt am Eingang, Café und Restaurant.  Der Kaffeegenuss hat hier einen ganz eigenen Charme.

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Im unteren Bereich befindet sich die Bar und eine Kühlvitrine mit kleinen leckeren Törtchen. Im oberen Geschoss und auf der Galerie finden sich das Restaurant. Alles ist verwinkelt und ein kleiner Raum reiht sich an den nächsten. Von der Galerie schaut man durch das riesige Atelierfenster und nach unten auf die Bar. In Rom, wo es von kunstvoller Pracht nur so wimmelt, ist dieses Café wahrscheinlich nichts außergewöhnliches. Für mich war es jedoch ein Highlight, das ich jedem Rombesucher wärmstens empfehlen kann.

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Das „Gatsby Café“ an der Piazza Vittorio Emanuele 106 basiert auf einem ähnlichem Konzept. Die Räumlichkeiten befinden sich in einem ehemaligen Hutladen. Einige Hüte sowie die Einrichtung aus den 60iger Jahren wurden beibehalten. Auch hier findet der Besucher die klassische Kaffeebar im Erdgeschoss. Auf zwei weiteren Ebenen nimmt man Platz, um kleine Speisen zu sich nehmen. Im oberen Geschoß schaut man dem Koch in der gläsernen Küche zu, wie er kunstvoll Salate kreiert.

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Und noch eine Besonderheit gibt es im Gatsby. Alle Kellner tragen einen Hut. So wird der Bogen geschlagen zur Geschichte des ehemaligen Hutladens und dessen heutigen Namen, der mit großer Wahrscheinlichkeit dem berühmten Roman von Fitzgerald „Der große Gatsby“ entnommen ist.

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Das „Linea“ im MAXXI ist ein ganz modernes Café mit einer ganz anderen Atmosphäre als die bereits erwähnten Cafés. Das MAXXI ist das neue  nationale Kunstmuseum von Rom und wurde 2010 auf einem ehemaligen Militärgelände eröffnet. Entworfen wurde es von der berühmten Architektin Zaha Hadid. Verweilt man einige Tage in Rom, ist der Besuch des MAXXI´s empfehlenswert, da es einen tollen Kontrast zum historischen Rom bietet.

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Die vorherrschenden Farben im Café sind Schwarz und Weiß. In die große Halle wurde eine Galerie eingezogen und die Akustik mit einem einfachen und stilistischen Element geformt. Von der Decke hängen weiße Styroporscheiben die von unten und oben mit Deckenflutern angestrahlt werden. Sie hängen unterschiedlich hoch und sind unterschiedlich geneigt. So erhielt der große Raum nicht nur eine schwebende Akustikdecke, sondern auch ein stilistisches Element der besonderen Art. Übrigens schmeckt hier nicht nur der Kaffee, sondern auch der Aperol Spritz.

Ich hoffe, euch hat der kleine Ausflug in ein paar wunderschöne Cafés in Rom gefallen und falls ihr bald mal in der Stadt am Tiber verweilt, denkt daran, dass der Café zwar überall schmeckt, aber in einem tollen Ambiente noch mehr!

Eure Nicole

Salone del Mobile 2017: Es wird Licht

Manchmal schreibt das Leben seinen ganz eigenen Zeitplan. Ich besuchte im April diesen Jahres die bedeutendste Möbelmesse in Europa, die Salone del Mobile in Mailand und wollte euch im Anschluss daran von diesem wunderbaren Erlebnis berichten; doch es kam anders. Ein wunderbares Projekt folgte dem nächsten und somit hatte ich alle kreativen Hände voll zu tun ohne die Zeit, um mich um meinen Blog zu kümmern.
Nun möchte ich euch verspätet meine Favoriten  unter den Leuchten vorstellen. Die Tage werden wieder kürzer und das Thema Beleuchtung passt gut in diese Jahreszeit.

Ganz am Anfang vor meinem Abtauchen in die Messehallen stand der Besuch des berühmten Mailänder Doms. Dieses wunderschöne neogotische Bauwerk ist  beeindruckend und auch das Bestaunen von außen wegen der langen Warteschlangen lohnt sich immer wieder.
Auch das Schlendern durch die Mailänder Galleria Vittorio, die gleich am Domplatz anschließt, hat ein ganz eigenes Flair. Aber nun:

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Beeindruckend waren die Leuchten und auch der Messestand von der kanadischen Firma Bocci Hier ist man richtig eingetaucht in die Präsentation der Leuchten. Weder stand man als Besucher unter ihnen oder mitten drin.
Bocci Leuchten kommen am besten im Pulk zur Geltung. Sie tragen keine Namen, sondern nur Nummern. Leuchte 84 z.B. besteht aus  einer weißen Glaskuppe, die mit einem Gewebe aus Kupfer umschlossen in ein heißes und klares Glasbad gestürzt wird. Fast alle Leuchten von Bocci sehen futuristisch aus und sind ein absoluter Hingucker. Und welch ein Glück- die Firma hat einen Sitz in Berlin mit einem riesigen Showroom in der Kantstr. 79. Also nichts wie hin, es lohnt sich!

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Die Idee des jungen Designer-Duos aus Prag fand ich überaus charmant. Sie reduzierten die pompösen Lüster aus fünf berühmten Opernhäusern wie z.B. aus dem Bolschoi Theater in Moskau und entwickelten somit aus klaren aber auch opaken Glas die Serie: Neverending glory 
Die Firma Lasvit aus Prag hat die Produktion und das Marketing übernommen.
Diese Leuchten sehen einfach klasse aus und besitzt man einen sehr langen Esstisch, passen alle 5 Glasleuchter darüber und ein glamouröses Opernfeeling kann sich in den eigenen Wänden breit machen.

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Eine ganz andere Sprache spricht die Leuchte „Mesh“ von Luceplan.
Der Designer Francisco Gromez Paz hat ein Lichtobjekt, ein Solopreneur unter den Leuchten kreiert. DIe Hängeleuchte hat eine leichte, transparente Struktur aus einem Netz sich kreuzender Metallkabel, in deren Schnittpunkte LED- Lichtpunkte angebracht sind. Diese Struktur erlaubt eine außergewöhnliche Freiheit hinsichtlich der Leitung des Lichtes. So kann z.B. nur der obere Ring oder der untere Ring leuchten, die Seiten oder natürlich auch die gesamte Leuchte.

Es braucht für die Wirkung der Leuchte nicht unbedingt einen Palazzo, aber die Räume sollten schon eine gewisse Höhe haben, damit  MESH sich in ihrer ganzen Schönheit entfalten kann.

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Das war mein kleiner Eindruck in die Welt des Lichtes, die im Salone del Mobile in diesem Frühjahr meine Aufmerksamkeit erhielten.

Im nächsten Blogbeitrag möchte ich euch Rom vorstellen, die Stadt der sieben Hügel. Ich bin schon ganz gespannt, was ich bei meinem ersten Besuch im sonnigen Oktober alles entdecken werde.

Eure Nicole

Im Vorübergehen… Der Palast Barberini-Rückseite

Heute, nach sehr langer Blogpause, kommt wieder meine Kollege und Freund Thomas Sander zu Wort. Auch diesmal hat er wieder, so ganz  im Vorübergegen, eine neue Attraktion in Potsdam unter die Lupe genommen und erzählt, auf seine bekannte Art & Weise über das neue/alte Barberini an der Alten Fahrt. Viel Freude beim Lesen. 

„Kennen Sie diese kleinen elektronischen Taschenschrittzähler, wie sie neuerdings nicht wenige Zeitgenossen in ihren Beinkleidern horten, um an einer Kreuzung oder vor einem Schaufenster verstohlen einen Blick darauf zu werfen? Und dann dieses ungläubige Erstaunen: Was, keine tausend Schritte? Bis zur Zahl 10.000 und damit der Belohnung in Form eines kleinen jubelnden Männchens auf dem Display ist es demnach noch ein weiter Weg. Ja, das Gefühl beschleicht einen öfter: Man kommt einfach nicht vorwärts im Leben. Also weiter, und immer einen Fuß hübsch vor den anderen…

Nachdem mir mein Bruder vor einiger Zeit so etwas zum Geburtstag geschenkt hatte, statt mir gleich zu sagen, dass ich zu fett sei, und ich diesen Trojaner des schlechten Gewissens erst einmal ein halbes Jahr tunlichst ignorierte, konnte ich auf mehrmaliges Nachfragen seinerseits nicht mehr anders und schnallte mir gestern Abend den kleinen Überwachungsapparat erstmals an den Gürtel und absolvierte meine Initiationsrunde.

Ich querte zügig den Parkplatz vor dem Haus, bog um die Hauptpost am Platz der Einheit auf die Straße am Kanal, passierte rechterhand die Nikolaikirche, beschleunigte noch einmal auf dem Alten Markt und schoss wie eine Irrer die Treppen zur Havel hinunter, nicht bedenkend, dass mehr Geschwindigkeit nicht gleich mehr Schritte bedeuten. Aber ich war schon immer ein Physikass. In meinem Rücken rauschte unablässig der Verkehr auf der Langen Brücke und vor mir erstreckte sich das neue Trottoir entlang der Alten Fahrt.

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Endlich blieb ich stehen, außer Atem und sehr gespannt. Ich nestelte dieses kleine blaue Ding aus der Tasche, drückte auf „Mode“, guckte noch mal, ob keiner guckt und… Verdammt! Das Ding muss kaputt sein, war mein erster Gedanke, ich bin ja kaum vorwärtsgekommen.

Enttäuscht hob sich mein Blick, wanderte über die Stufen einer Freitreppe hinauf und blieb hängen an einem riesigen Koloss, der mit stramm erhobenem rechten Arm und einer zur Faust geballten Linken auf mich zustürmt. Noch zwei, drei Schritte und der Typ wird unweigerlich die Treppe hinabpurzeln. Dies umso mehr, als er keine Augen hat für das, was sich da unter ihm auftut. Sein Kopf scheint sich in der aufgerissenen Brust verstecken zu wollen.

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Ich stand unterhalb des Hofes vom Museum Barberini und der Typ da oben ist natürlich niemand anderes als der berühmte „Jahrhundertschritt“ von Wolfgang Mattheuer. Es handelt sich bei dieser Bronzeskulptur um den sechsten und mit über fünf Meter Höhe zugleich größten Abguss dieses Schlüsselwerkes der DDR-Kunst. Sagte ich Schlüsselwerk der DDR-Kunst? Nein, falsch, Mattheuers „Jahrhundertschritt“ ist sehr viel mehr als das. Die Skulptur ist ein Schlüsselwerk der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts überhaupt. Kein Künstler, zumindest kein deutscher, hat vor ihm derart prägnant, vor allem aber öffentlichkeitswirksam diese Zerrissenheit zwischen Fortschritt und Reaktion, Kommunismus und Faschismus, barfüßiger Unschuld und gestiefeltem Verbrechen, Frieden und Krieg in einem Werk symbolisch dargestellt. 

Der „Jahrhundertschritt“ ist ein Jahrhundertwerk. Und offenbar, was die innewohnende Aktualität und Warnung betrifft, für manches Verständnis immer noch zu groß, um ihn in Potsdam angemessen auf einem entsprechend großen Platz zu zeigen. Stattdessen steht er hier auf dem Hof des Palastes Barberini inmitten gepflegter Hochbeete und ist dort auch nicht sicher vor Missverständnissen, wie etwa einer unter der Bezeichnung „Kunstaktion“ im Mai dieses Jahres begangenen Sachbeschädigung durch einen 74jährigen Berliner. Er hatte die Skulptur mit roter Farbe bekleckert und das Ganze mit einem 20 Meter langen Kreppband garniert.

Abends wird der „Jahrhundertschritt“ vorsorglich eingesperrt hinter einem übermannshohen Gitter. Entweder will man ihn so an der Flucht hindern, die allerdings ohnehin bei seiner Kopflosigkeit nach wenigen Schritten im Wasser der Alten Fahrt enden würde. Oder aber man muss ihn – wie schon gesagt – vor Leuten schützen, die es darauf anlegen, Kunst zu verüben.

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Mein Blick wanderte endlich weiter von der Skulptur zu den drei Seiten des Museumspalastes. Irgendwie scheint einem diese Architektur altvertraut zu sein von den vielen Bildern, die man davon schon in Büchern, auf Postkarten und im Netz gesehen hat. Teilweise stimmt das auch. So erweist sich die dreigeschossige Rückwand mit den Vasen auf der Attika analog zur Vorderseite als ein Lehrbuch der seit der Antike geläufigen Säulenordnungen, von Dorisch über Ionisch bis hin zu Korinthisch und hierarchisch korrekt übereinander getürmt. Doch die Seiten irritieren. Ursprünglich fünfgeschossig angelegt für Wohnzwecke, wobei es auch hier die für das alte Potsdam so typischen Mezzaningeschosse gab, haben der oder die Architekten bei den neuen Seitenflügeln versucht, aus funktionalen Gründen und unter Wahrung der alten Höhe das Ganze auf drei Etagen zu reduzieren. Das ging in den Fassaden zumindest optisch etwas daneben, denn jeweils drei unterschiedslos behandelte Gesimse trennen dicht aufeinanderfolgend die Geschosse und flirren streifig vor den Augen wie eine TV-Bildstörung. Das wäre Ludwig Persius, der Mitte des 19. Jahrhunderts die rückwärtigen Flügel des Palastes entworfen hatte, nie passiert. Das war aber auch zu einer Zeit, als sich die klassischen Architekten noch mit einer umfassenden Bildung herumschlugen, was sie letztlich daran hinderte, alles zu machen, was geht. Davon jedoch hat sich das Gros der modernen und vor allem erfolgreichen Architekten längst befreit, denn zuviel Bildung schafft nur Skrupel und kann auch ein Wettbewerbsnachteil sein.

Ich schaue noch einmal auf meinen Schrittzähler. Untrüglich zeigt er mir immer noch dasselbe Schrittmaß an. Und da dieser Anzeiger nicht von sich aus weiterläuft, sondern darauf wartet, dass ich es tue, muss ich unbedingt weiter bevor noch die Dunkelheit hereinbricht. Außerdem will ich unbedingt noch das kleine jubelnde Männchen auf dem Display sehen, denn wozu mache ich das Ganze sonst?