Auszeit am Atlantik

Portugal war das Ziel meiner diesjährigen kleinen Auszeit. In der Nähe von Ericeira, nördlich von Lissabon, gibt es einen kleinen Strand namens Sao Juliao. Hier schlagen die Wellen des Atlantiks stürmisch auf den Strand. Anfang Juni sind die Temperaturen hier ungewöhnlich kalte 17bis 18 Grad, während zuhause heiße 30 Grad herrschen.  Jedoch entschädigt das Rauschen der Wellen, der Duft von Salzwasser in der Luft, die frische Brise und der Blick auf den unendlichen Atlantik mehr als ausreichend für die kühlen Temperaturen.

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Jeden Tag genieße ich die unglaublich schöne Natur an der Küste und dehne dazu meinen Körper beim Anahata Yoga mit Peter Clifford . Seine Übungen sind einfach und sehr effektvoll. Sie werden langsam ausgeführt im Einklang mit dem Atem. Währenddessen erklärt Peter mit ruhiger und warmer Stimme die Zusammenhänge und auch wie wichtig es ist, sich jeden Morgen nach dem Aufstehen zu dehnen. Nach dem Morgenyoga gibt es bei unserer netten Gastgeberin Paula ein einfaches Frühstück. Alle gemeinsam nehmen wir es in ihrem farbenfroh gestalteten Aufenthaltsraum zu uns.

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Ericeira liegt perfekt, um die architektonischen Highlights zu besuchen, wie das Königsschloss in Mafra Dieses Schloss ist einzigartig. Es ist nicht nur riesig in seiner Dimension mit 1.200 Räumen, 4.700 Türen und Fenstern, 156 Treppen und Patios, sondern umschließt symmetrisch dazu eine prunkvolle Kirche in der Mitte der Schlossfassade. Von einem Hauptgang des Schlosses sieht man direkt in die Kirche und wohnt somit den vielen Hochzeiten oder Taufen indirekt bei.

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Absolut sehenswert ist die lang gestreckte Bibliothek am Ende des Schlosses, die eine der bedeutesten von Portugal ist und im Stil des Rokokos entworfen wurde. Sie umfasst 40.000 wichtige Bände der Kunst, Medizin und vor allem der Architektur. Im Vorraum sind Originale ausgestellt, die mein Architektenherz höher schlagen ließen.

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Ganz in der Nähe zwischen Ericiera und Lissabon erhebt sich das wunderschöne Sintragebirge. Die gleichnamige Stadt Sintra liegt malerisch in den Bergen und von den erhöhten Terrassen hat man immer einen Blick auf den Atlantik. Mit ihren zahlreichen Palästen, Herrenhäusern, Gärten und Burgen ist Sintra ein absolutes Muss für einen Zwischenstopp.

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Die Stadt war den architektonischen Einflüssen der Römer und auch der Mauren ausgesetzt. Dies macht heute zusammen mit der wunderbaren Lage ihren großen Charme aus. Wenn ihr nur einen Tag Zeit habt, verbringt ihn in Quinta de Regaliera 

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Diese wunderschöne Parkanlage mit Schloss wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem Millionär erworben und prachtvoll auf ganz mystische Weise ausgebaut. Hier verwirklichte der italienische Architekt Luigi Manini einen Garten Eden mit vielen magischen, poetischen und auch unterirdischen Orten. Mein absoluter Favorit ist der 27m runde Turm, der nach unten in die Erde gebaut wurde. Die „Quelle der Weihe“ hat 9 Ebenen, die durch eine Wendeltreppe erlebbar werden. Im Sommer finden in diesem Turm auch Konzerte statt.

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Hat man mehr Zeit Sintra zu genießen, kann ich noch den Königspalast in der Altstadt empfehlen. Die beiden weißen Schornsteine strahlen in der Sonne und sind schon von weitem sichtbar. Sie gehören zur riesigen Küche, in der man sich mit etwas Phantasie das damalige geschäftige Treiben um die vielen Feuerstellen lebhaft vorstellen kann.

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Die Burganlage Castelo dos Mouros ist besonders schön am Abend. Gewundene Wege führen auf den Hügel und zu dieser Zeit gehören sie dir fast allein. Aber aufgepasst, man sollte das Ticketoffice vor 19 Uhr erreichen – dann kann man noch für eine ganze Stunde die Burganlage ungestört besichtigen.

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Der Touristenmagnet ist zweifelsohne das portugiesische Schloss Schwanstein namens Palácio Nacional da Pena Es liegt auf einem weiteren Hügel gleich in der Nähe der Burganlage. Diese Anlage mutet an wie aus 1001 Nacht mit seinen vielen Baustilen. Wenn man die vielen Touristen nicht scheut, dann ist der Besuch dieses Schlosses ein Muss.

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Ich bin jetzt mit vielen tollen Inspirationen von diesem wunderschönen portugiesischen Flecken Erde zurückgekehrt. Im nächsten Blogbeitrag werde ich es nicht versäumen, euch meine Designhighlights aus Lissabon vorzustellen

Tschau e Ate outra vez, vossa Nicole

 

 

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