Kochen mit Gosha

Aufgepasst…, ihr Freunde der leichten und super leckeren Küche! Heute verlasse ich bewußt mein Terrain der Innenarchitektur und des Feng Shui´s und stelle euch eine Wahl-Potsdamerin vor, die ein ganz besonderes Studio betreibt. Gosha Nagashima lebt und arbeitet seit 9 Jahren in Potsdam und hat ihr wunderbares Studio in einer wunderhübschen Remise auf dem Hinterhof der Dortustraße 55.
Gosha ist Malerin, Grafikerin, Keramikerin und arbeitet nicht nur mit Ölfarben auf Leinwänden, sondern bemalt vor allem auch Glas und Porzellan.
Ihre kleinen und großen Windlichter sind begehrte Liebhaberstücke bei Sammlern im In- und Ausland. Man kann sie in ihrem Studio bewundern und auch gleich von dort mit nach Hause nehmen. Gosha studierte in Japan Kunst und hat viele Jahre dort gelebt, wodurch ihr besonders die Landesküche ans Herz wuchs. In Tokio traf sie sich regelmäßig mit Freunden zum gemeinsamen Kochen. Nun möchte sie diese schöne Tradition in Potsdam wieder aufleben lassen und hat deshalb beschlossen jeden Donnerstag ab 18 Uhr in ihrer Studioküche zum japanischen Kochevent einzuladen.

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Betritt man das gemütliche Studio, in dem ihre bemalten Windlichter warmes Licht verbreiten, begrüßt Gosha ihre Gäste erst einmal mit einer Tasse grünen Tees. Während wir genüsslich unseren Tee trinken, erzählt sie, welche verschiedenen kleinen Gerichte wir an diesem Abend gemeinsam kochen werden. Auf dem Speiseplan stehen: warmer japanischer Kartoffelsalat, Dropped-Egg Suppe, Tofu mit Sesampaste und als Süßspeise Süßkartoffel im Zitronensud.

Wir beginnen damit Gemüse zu schneiden und lernen eine interessante Methode kennen, wie in Japan Kartoffeln geschnitten werden. Nach jedem Schneiden wird die Kartoffel so gedreht, dass am Ende jedes Stück die ungefähre Form eines Diamanten hat. Das musste ich ein wenig üben, zugegebener Maßen…
Während die Süßkartoffeln vor sich hin köcheln wird mit dem nächsten Gericht begonnen. Die Gerichte sind alle nicht kompliziert und da die japanische Küche makrobiotisch ist auch noch sehr gesund. Während des Kochens kann man die Rezepte gut mitschreiben und erfährt so ganz nebenbei Kochtricks und Informationen zu den japanischen Produkten, die Verwendung finden.
Jedes Gericht wird nach Fertigstellung in wunderschöne, selbstgemachte Keramikschüsseln gefüllt. Da in Japan Mahlzeiten lauwarm gegessen werden, ist Eile bei der Fertigstellung nicht nötig.

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Und hier ein Rezept für euch zum Nachkochen.

 Warmer japanischer Kartoffelsalat

Zutaten für 2-3 Personen: 250g kleine Kartoffeln mit roter Schale (Laura), 3 EL Sojasoße, 3 EL Reisessig (Mizkan) 1 EL Zucker, 1 große Gemüsezwiebel, 3 EL Distel-Öl, Prise Salz und Pfeffer, Dill zum Garnieren

So wird’s gemacht:

Kartoffeln unter fließendem Wasser spülen und quer in Stücke schneiden so dass eine Diamantenform entsteht. Für die Soße in folgender Reihenfolge alles in einen Mixer geben. Sojasoße, Reisessig, Zucker, geriebene Gemüsezwiebel, Salz und Pfeffer. Dann alles mixen und zum Schluss das Distel-Öl dazugeben und nur noch ganz kurz verrühren.
Die fertigen Kartoffel abgießen und in eine Schüssel geben. Die Soße darüber verteilen und mit geschnittenem Dill verzieren. Voilà, es ist angerichtet und schmeckt vorzüglich.

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Ein Kochevent bei Gosha ist eine schöne Geburtstagsüberraschung für einen lieben Menschen. Ich habe es selbst ausprobiert und kann euch sagen, dass das Geschenk super ankam! Viel Spaß beim Kochen und bei eurem nächsten Besuch bei Gosha. Vielleicht berichtet ihr mir davon. Es würde mich freuen!

Eure Nicole

Happy Birthday to: The District Six Store

Ich liebe diese kleinen Designerläden in Berlin, in denen es so viel zu stöbern und zu entdecken gibt. Wenn ihr, so wie ich, ein Designjunkie seid, werdet ihr den kleinen Concept Store in der Graefestraße 80 in Berlin-Kreuzberg lieben. Ursprünglich gab es diesen nur als Onlineshop, doch im März 2015  eröffnete in Kreuzberg, nahe der U-Bahnstation Schönleinstrasse ein realer Laden. Der richtige Zeitpunkt also nach einem Jahr Bestehen, alles Gute für die weitere Zukunft zu wünschen und euch diesen kleinen Laden endlich einmal vorzustellen.

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Die Besonderheit ist, dass es im The District Six Store ausschließlich Produkte aus Südafrika zu kaufen gibt. Das Angebot erstreckt sich über hochwertige Wohnaccessoires, Taschen, Schmuck, bis hin zu Kunstgegenständen und Grafiken. Alle Produkte wurden von jungen südafrikanischen Designern entworfen und werden auch im eigenen Land  produziert. Diese Produkte haben ihren ganz eigenen Charme, aus einer Kombination typischer afrikanischer Elemente, Mustern und leuchtenden Farben, sowie natürlichen und hochwertigen Materialien.

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Geschnitzte Holzfiguren und Perlenketten sucht man vergebens im District Six Store, denn das Bild vom jungen Südafrika nach der Zeit der Apartheit zeigt sich hier in Berlin eher modern, selbstbewusst und trotzdem verbunden mit ihren traditionellen Wurzeln. Im Schmuckdesign spiegelt sich die Afrikanische Tradition am meisten wieder, aber auch in den Stoffmustern kann man den Hauch von Afrika erkennen.
Hier wird den unbekannten jungen Designern eine Plattform geboten.

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In diesem wunderschönen kleinen Laden kann man herrlich nach Geschenken stöbern und mit der Verkäuferin Tara, die aus Südafrika stammt, sehr nett über die einzelnen Produkte plaudern. Die kleinen und größeren Grafiken sind wunderschön und könnten die eigene Galerie zu Hause passend erweitern. Übrigens, der Name des Ladens wurde nach dem bekannten Viertel in Kapstadt benannt, das bis 1960 multikulturelles Zentrum war. Hier lebten vor der Zeit der Apartheit, Hafenarbeiter, Musiker, Künstler und Händler zusammen. Die Besitzerin Caroline Adam beschreibt auf der Webseite sehr schön ihre Ambition für das Ladengeschäft im Graefekiez: „Wir zeigen Genuss, Kunst, Kultur und Landschaft, denn wir möchten dazu anregen, Südafrika mit offenen Augen und frei von Vorurteilen oder Ängsten zu bereisen. Und wir möchten zeigen,
was wir so lieben. “

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Eine schöne Botschaft, wie ich finde. Schaut einfach mal vorbei im District Six Store und lasst euch entführen in die kleine Designwelt des modernen Südafrikas.
Es lohnt sich!
Eure Nicole