5 Favoriten: Leuchten, die an den Sommer erinnern

Nein – der Sommer ist noch nicht vorüber, denn er ist gerade erst wieder zurück gekehrt. Denke ich an Sommer, denke ich zuerst an Meer, Wellen, Sonne & Strand. Und gerne würde ich das sommerlich leichte Gefühl noch ein wenig in die kommenden Jahreszeiten hinüberretten. Ich begann mich zu fragen, wie ich die sommerliche Atmosphäre in meine vier Wände integrieren kann, ohne die Wohnung auf maritim zu trimmen. Gibt es Leuchten, die das Gefühl von Sommer ins Haus bringen? Ja, es gibt sie … und hier und jetzt, möchte ich sie euch vorstellen. Vielleicht seid ihr ja gerade auf der Suche nach einer neuen Lampe und könnt euch von meinen Vorstellungen inspirieren lassen.

Ich sage es gleich vorweg: die meisten Leuchten, die mich an den Sommer erinnern sind die stylishen Designlampen von Ay Illuminate Ich war so begeistert, als ich bei meiner Recherche auf das junge niederländische Unternehmen stieß, dass ich diese Begeisterung gerne mit euch teilen möchte, auch wenn dadurch die Herstellervielfalt etwas leidet.

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Et Voilà….hier kommt von Ay Illuminate die Leuchte aus der Serie Z,  die mich so sehr an ein Fischernetz erinnert. Hier wird das Licht auf wunderbare Weise in einem Netz aus Sisal oder Baumwolle gefangen. Der Korpus besteht aus einem filigranen Bambusgerüst und man spürt, dass sich der Designer für diese Leuchte von der Natur inspirieren ließ.

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Steht die Natur Pate und betrachtet der Designer die Welt mit offenen Augen, so entsteht eine wunderbare Leuchte wie  „Birds Nest“.  Ein Geflecht aus breitem Bambus lässt diese Leuchte wie ein Vogelnest aussehen. Durch die unterschiedliche Flechtung wirft der Lampenschirm ein bizarres und warmes Licht auf Wände und Decke. Für mich ist diese Leuchte von Ay Illuminate eine wunderbare Hommage an die Natur und deshalb auch eine meiner Favoriten.

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Bei der Hängeleuchte  „Mo-gan-shan“ habe ich lange über die Namensgebung sinniert. Moganshan ist ein Nationalpark in der Nähe von Shanghai. Ein Ort, der am Anfang des 20sten Jahrhunderts vielen Bewohnern Shanghais als Sommersresidenz diente. Die Umgebung besteht fast ausschließlich aus Bambuswäldern. Vielleicht hat die Designerin Ay Lin Heinen, deshalb ihrer Kreation danach benannt, weil auch diese Leuchte aus einem Bambusgeflecht besteht, welches mit schwarzem Jersey umflochten ist. Besonders am Abend gibt auch diese Leuchte wunderbare Reflektionen.

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In Norwegen des 19.Jahrhunderts tauchten die Glaskugeln, die für den Auftrieb der Fischernetzte sorgten, zum ersten Mal auf. Der Designer Mattias Stahlbom hat sich von den ursprünglichen Formen inspirieren lassen und schuf für Zero die Leuchte Fisherman. Wenn dies nicht eine Leuchte ist, die an den Sommer erinnert. Es gibt sie im Durchmesser von 300, 400 und 650 mm.  Das umgebende Tauwerk ist  in verschiedenen Farben lieferbar und die Leuchte kostet zwischen €550 und €990, je nach Größe.

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Last but not least, stelle ich noch eine Leuchte von graypants vor. Auf die Pappmache Leuchten dieser Designer bin ich bereits vor einigen Jahren aufmerksam geworden und im letzten Jahr hatten sie einen tollen Showauftritt während der Mailänder Messe. Einem Bienenschwarm ähnelndem Leuchtgebilde von tausenden von LEDs ummantelt von dem unverkennbaren Material aus recycelten Kartonplatten. Einfach eine unglaublich schöne Installation.  Ach ja…und Bienen gehören natürlich auch zum Sommer…

ich wünsche uns allen einen schönen ausklingenden Sommer….Eure Nicole

 

 

Auszeit auf dem Lande

Ich sitze auf einer kleinen Lichtung und die Sonne scheint herein. Es ist still. Nur der Wind, der mit den Blättern der alten Akazienbäume spielt, das Zwitschern eines Vogels und das Summen von Bienen sind zu hören. Der Ort ist zauberhaft, verträumt und geerdet zugleich. Die kleine Lichtung wird gesäumt von drei „Holzcabins“, in denen es sich fantastisch schlafen lässt.  Sie tragen zauberhafte Namen wie „Karisimbi“ oder „Amohora“ (was z.B. Frieden auf Kinyarwanda heißt). Tereza, die aus Rwanda stammt, bringt mit den bunten Farben und den afrikanischen Namen etwas von ihrer Heimat an diesen Ort. 

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Spätestens jetzt solltet ihr neugierig auf diesen Ort geworden sein!  Terezas Gästehaus befindet sich in Stolzenhagen etwa 16 km von Angermünde entfernt. Hier lebt sie mit Ihrem Mann Jörg auf einem alten Gutshof, auf dem sich unterschiedliche Menschen zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen haben und den alten Gebäuden neues Leben mit viel Kreativität und Liebe einhauchen.

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Zusätzlich zu den drei „Cabins“ , die hauptsächlich im Sommer sehr beliebt bei den Gästen sind, gibt es im Haupthaus drei weitere Gästezimmer und einen großen Gemeinschaftsraum mit Küche, die alle nutzen können. Nicht zu vergessen ist der große, lichtvolle Arbeitsraum. Die Idee der beiden ist es, Menschen einen Raum zu schaffen, um sich eine Auszeit zu gönnen und z.B. intensiv an einem Projekt zu arbeiten.

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Terezas Gästehaus wartet aber noch mit einer weiteren Besonderheit auf: Fast alle Sitzmöbel werden von Jörg selbst entworfen und in seiner kleinen Schreinerei erschaffen. Deckchair „Bison“ ist wunderbar bequem und damit perfekt geeignet für das entspannte ‚Chillen‘ im Garten oder auf der Terrasse. Er ist aus Eichenvollholz  und auf der Veranda von Tereza & Jörg stehen einige farbige Exemplare, in denen die Gäste ausspannen und bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein plaudern.

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Erwähnen möchte ich auch die filigrane, leichte und schlichte Serie „ Gazelle“, die entweder aus Birke Multiplex oder aus Seekiefer Sperrholzplatten gefertigt wird. Zur Serie gehören schöne und komfortable Stühle, ein Tisch in zwei Größen, Barhocker und die schlichten Böcke, die mit einer separaten Tischplatte einen ganz individuellen Arbeitstisch entstehen lassen. Alle Möbel können in Naturoptik bleiben, einen weißen Klarlack erhalten, oder auch mit Farbnuancen versehen werden. Sitzfläche und Lehne des Stuhls können z.B. in einer von 4 verschieden Farben lackiert  oder mit einem Kautschukmaterial versehen werden. Der Vielfalt sind fast keine Grenzen gesetzt.

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Ob in schlichter, heller Birkenoptik oder in den verschiedenen Farben, der Gazellen-Stuhl sieht toll aus an einer langen Tischtafel. Es lohnt sich also mal für ein Wochenende die schöne Landschaft der Oder-Auen zu genießen und bei Tereza & Jörg vorbei zu schauen. Das Probesitzen ist inklusive und ich schwöre euch, es wird euch schwer fallen ohne eine Stuhlbestellung wieder nach Hause zu fahren. Ich konnte nicht widerstehen….

Eure Nicole

Ein Sommerprojekt: Gartenstühle aufgepeppt

Wie genießt ihr eigentlich diesen Sommer? Auf dem Balkon, im Garten, am See oder in einem der vielen Straßencafés? Ich selbst liebe es, mich mit einem Latte Macchiato und einer tollen Zeitschrift in meinen kleinen Garten zu verziehen und zu entspannen. Gleich am Anfang des Sommers kam mir eine schöne Idee…. inspiriert von der Natur und ihren wunderschönen Farben begann mein persönliches kleines Sommerprojekt. Dies waren meine ersten Gedanken bevor ich zur Tat schritt.

Zarte und liebliche Farbtöne wie Rosa, Mint, Gelb & Apricot verzaubern uns mit ihren Nuancen. Diese Bonbonfarben wirken ganz wunderbar zum kontrastreichen Grün der Natur. Gerade in der Natur treffen wir diese zarten Farbtöne an. Wie z.B. bei meiner absoluten Lieblingsblume – der Hortensie im zarten Rosa. Und so repräsentiert die Farbkombination Grün/Rosa einen super frischen Sommerlook. Gedacht, getan – ich nahm einen alten Gartenstuhl aus dem Keller und bereitete damit seinem Dornröschenschlaf ein Ende. Dazu wählte ich die Farbe „Nancy´s Blushes # 278″ von Farrow & Ball, einen zartrosa Farbton.

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Als erstes wurden die Bretter der Rückenlehne und der Sitzfläche abmontiert, um dann mit Schleifpapier kräftig die alte Lackierung abzuschmirgeln. Dazu eignet sich übrigens ein Schleifblock hervorragend.

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Alle geschliffenen Bretter wurden gestrichen. Und auch diesmal musste ich wieder darüber staunen, wie schnell diese kleinen frechen Farbnasen entstehen. Nicht nur wegen ihnen, sondern auch um eine gute Deckkraft zu erreichen, ist 2- bis 3-maliges Streichen zu empfehlen.

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In fröhlicher Farbanstrichlaune wurde das kleine Vogelhäuschen gleich mit angestrichen. Es schmückt jetzt den Lavendeltopf und ihr müsst schon zugeben, Rosa kombiniert mit Lila ist der Knaller, oder?

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Die Sonne und das gute Wetter waren perfekt und hilfreich bei meinem Projekt. Der Anstrich trocknete gut und schon am nächsten Tag konnte ich den Stuhl wieder zusammenmontieren. Jetzt schmückt er meinen kleinen Garten und das zarte Rosa der Hortensie harmoniert im Einklang mit dem noch zarteren Rosa des Gartenstuhles.

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Et Voilà…. so schnell kann man einen einfachen alten Gartenstuhl verzaubern und zu neuem Glanze verhelfen. Ich wünsche euch einen schönen Sommer.

Eure Nicole

5 Tipps für tolle asiatische Restaurants in Berlin

Als Innenarchitektin wurde ich aktuell mit der wunderbaren Aufgabe betraut, einen Sitzbereich für ein bestehendes asiatisches Restaurant umzuplanen. Zur Inspiration machte ich mich auf den Weg, trendige Restaurants in Berlin Mitte und im Prenzlauer Berg kennenzulernen.  Diese Restaurants sind so cool designed und auch das Essen schmeckte so lecker, dass klar war, dass ich euch diese angesagten Locations unbedingt vorstellen muss.
Hier kommen also meine 5 Tipps für hippe asiatische Restaurants in Berlin:

  1. Das HASHI in der Rosenthalerstr. 63 (Berlin-Mitte)

Beim Betreten des Hashi wird man auf dem Weg in den Gastraum zuerst von riesigen Sake Fässern empfangen.  Der zweite Blick geht sofort zur Decke. Hier hängen tausende von asiatischen Stäbchen herab und bilden eine Art Wolke. Das Hashi ist kein gewöhnliches japanisches Restaurant, sondern eine Art japanische Tapasbar, die fachmännisch „Izakaya“ genannt werden. Wie in dem spanischen Pendant werden viele kleine Gerichte mit Freunden geteilt und genossen. Fazit: einfach empfehlenswert, vor allem da ich nur japanische Gäste antraf. 

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2. Das District Mot in der Rosenthalerstr. 62 (Berlin-Mitte)

Das Designkonzept ist so simpel wie genial. Das District Mot ist ein vietnamesisches Restaurant, das kulinarisch und auch im Erscheinungsbild das Essen in den Straßenküchen von Saigon widerspiegelt. Dieses Konzept wurde bis in kleinste Detail liebevoll umgesetzt. Man sitzt auf bunten Plastikhockern und über den Köpfen der Gäste spannen sich die typischen Oberlandkabel, an denen in Asien auch mal gern die Wäsche zum Trocknen aufgehängt wird. Es gibt viel zu schauen in dem Restaurant und auch das Essen ist erstklassig. Man wird aufgefordert, ruhig die Finger zum Essen zu nehmen falls die Stäbchen Probleme bereiten. Fazit: einfache, aber köstliche vietnamesische Küche in einer absolut coolen Atmosphäre.

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3. Das Chen Che in der Rosenthalerstr. 13 (Berlin-Mitte)

In unmittelbarer Nachbarschaft zum District Mot befindet sich ein weiteres vietnamesisches Restaurant und Teehaus. Das Chen Che liegt etwas versteckt auf einem Hinterhof und man muss es direkt suchen oder kennen, sonst würde man daran vorbeilaufen. Nach dem tristen Vorderhof wird man am Eingang mit Bambusbüschen und einem kleinen Altar begrüßt. Der Innenraum besticht durch seine wunderbare Höhe. Von der Decke hängen asiatische, von Netzen umhüllte Papierballons. Bunte asiatische Kissen verzieren Tische und Bänke aus dunklem Holz und in riesengroßen Glasgefäßen auf dem Tresen wird Tee präsentiert. Der Name Chen Che steht für „eine Schale gefüllt mit Köstlichkeiten“, was ich nur bestätigen kann.

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Zum 2-geschößigen Gastraum gehört ein begrünter und liebevoll gestalteter Innenhof. Bambuslaternen erhellen am Abend die Bambusbüsche und auch hier zieren lila, rote und gelbe Kissen mit Silber durchzogen die Bänke.

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4. Das UMAMI in der Knaackstr. 16-18 (Berlin-Prenzlauer Berg)

Wir wechseln den Bezirk und ziehen weiter in die Nachbarschaft des Wasserturmes in den Prenzlauer Berg. Dort hat im Mai 2014 das  UMAMI eröffnet. Das Konzept stütztsich auf die Idee, dass es bei Mama am besten schmeckt. Die meisten von uns  haben keine asiatische Mutter, lieben jedoch die asiatische Küche. Ergo… heißt es auswärts essen im Umami. Eigentlich hat das Wort eine andere Bedeutung. Es stammt aus dem japanischen und bezeichnet neben salzig, süß, sauer und bitter die 5te Geschmacksrichtung: fleischig-herzhaft. Die Küche legt großen Wert auf frische und biologische Lebensmittel und alles wird ohne Geschmacksverstärker angerichtet. Der Innenraum ist sehr dunkel gehalten und die Materialien bestehen hauptsächlich aus Beton und Echtholz. Hier sind der absolute Hingucker die Leuchten, deren Lampenschirme aus Leinen mit asiatischen Zeichen bedruckt sind.

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5. Das ANJOY in der Rykestr. 11 (Berlin-Prenzlauer Berg)

Nur einpaar Schritte entfernt vom Umami befindet sich ein weiteres vietnamesisches Restaurant, das  ANJOY Auch dieses Lokal war an einem Samstagabend super besucht. Die Außenplätze waren alle belegt und somit konnte ich im Inneren des Restaurants ganz in Ruhe das Designkonzept betrachten. Die beleuchteten Suppenkellen, die vor einer Steinwand angeordnet sind, geben ein interessantes Licht. Die Möblierung fällt auch hier dunkel aus und ist bestimmt durch natürliche Materialien, wie dunklem Echtholz und Eisen. Hier dürfen die Gäste die Farbtupfer sein.

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Das war mein kleiner Ausflug in die Welt der asiatischen Gastronomie mitten in Berlin. Wenn ihr schon in einem der von mir vorgestellten Lokale gegessen habt, freue ich mich auf einen Kommentar dazu. Viel Freude beim Ausprobieren wünscht euch,

Eure Nicole

 

5 Tipps für einen erholsamen Schlaf

Am Ende eines jeden Tages umhüllt sie uns wie ein dunkler Mantel…..die Nacht!
Sie bricht herein wenn sich die Erdhalbkugel, auf der wir leben, von der Sonne abwendet. Wir bereiten uns vor, zu Bett zu gehen und hoffen auf einen erholsamen Schlaf. Jedoch gibt es viele Menschen mit unruhigem Schlaf. Sie erwachen in der Nacht und haben Schwierigkeiten erneut einschlafen. Da wir ein Drittel unseres Lebens im Schlaf verbringen, sollte dieser so erholsam wie möglich sein, um uns neue Energien für den nächsten Morgen zu bringen.

Unser Schlafzimmer ist ein ganz besonderer Ort, dem wir unsere ganze Aufmerksamkeit schenken sollten. Im Feng Shui existieren ein paar goldene Regeln, wie man sein Schlafzimmer gestalten kann, um erholsamen Schlaf zu finden.

Hier meine 5 Tipps für einen erholsamen Schlaf:

1. Nichts unter dem Bett lagern

Das Schlafzimmer sollte ein Raum der Ruhe sein und diese auch ausstrahlen. Auch der Platz unter dem Bett gehört dazu. Gern wird er benutzt um Dinge zu verstauen, wie Gepäcktaschen, Kartons, Schuhe etc. Diese Gegenstände blockieren unser Gefühl der Erdung. Für einen optimalen Schlaf sollte der Raum unter uns frei sein, damit das Qi, (die Energie) gleichmäßig während der Nacht fließen kann.

2. Zugang von beiden Seiten

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Position des Bettes. Als Schutz ist es ideal, wenn das Kopfende des Bettes an einer Wand steht. Der Zugang zum Bett sollte von beiden Seiten aus möglich sein. In kleinen Zimmern stellt dies eine Herausforderung dar. Schnell sind wir geneigt eine Seite des Bettes an die Wand zu schieben, was dazu  führt, dass die Energien blockiert werden.

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3. Umgebe dich mit gemütlichen Farben

Nimm Abstand davon die Wände deines Schlafzimmers großflächig mit Farben wie Rot oder Orange zu gestalten. Aktive Farben verleihen deinem Körper Antrieb und halten dich davon ab, zur Ruhe zu kommen. Eine bessere Wahl sind Weiß, Creme, Grau und alle Pastellfarben. Muster und Streifen sind erlaubt wenn sie in dezenten Farben gehalten sind. Letztendlich solltest du dich in deinem Schlafzimmer wie in einer Oase fühlen, daher wähle Farben die dich persönlich ansprechen.

4. Entferne Spiegel oder verhülle diese während der Nacht

Spiegel können kleine Räume visuell vergrößern. Sie können jedoch auch einen erschöpfenden Effekt haben, wenn sie nahe einem Bett angebracht sind oder dieses spiegeln. Möchtest du nicht auf einen Spiegel verzichten, so achte darauf, dass dein Bett nicht gespiegelt wird und während der Nacht mit Stoff abgehangen ist.

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5.  Vermeiden von Elektrosmog

Dieser fünfte Tipp sollte eigentlich an erster Stelle stehen, da er so wichtig ist! Aber leider haben in unserer hoch-technologischen Welt die Belastungen durch hochfrequente Strahlungen immer mehr zugenommen.  Wir können dem Elektrosmog während des Tages nicht aus dem Weg gehen, daher ist es umso wichtiger, dass wir acht Stunden in der Nacht auf einer Fläche von 2qm keiner Belastung durch hoch- und niederfrequenter Strahlung ausgesetzt sind. Dies bedeutet, dass kein Fernsehgerät, Handy, Radiowecker oder Computer ins Schlafzimmer gehören. Auch Nachtischlampen die direkt am Kopfende stehen, sind Quellen elektrischer und magnetischer Felder, die den gesunden Schlaf  beeinträchtigen. Um dies zu vermeiden, kann ein Netzfreischalter in der Elektrounterverteilung eingebaut werden, der den Strom im Schlafzimmer unterbricht.

Dies sind meine 5 Tipps für euch. Wenn ihr noch mehr über gesundes Wohnen erfahren wollt, besucht doch meinen Feng Shui Workshop im Oktober.

Eure Nicole

Qigong…liegt in der Luft

Der April ist so schnell verflogen, dass es mir vorkommt, als sei es erst gestern gewesen, dass die japanischen Meister Satoru & Kazue Suzuki in Potsdam waren. An drei tollen Tagen haben sie uns eine ganz besondere Art des japanischen Qigong näher gebracht. Rückblickend und mit voller positiver Energie (Qi) angefüllt, zieht es mich nun an den Schreibtisch, um zu erklären, was diese Erfahrung mit mir gemacht hat.

Was ist es, was uns antreibt, eine uns noch fremde Art der körperlichen Übung zu erlernen? Neugierde, körperliche Unzulänglichkeiten, die man nun endlich mal vertreiben möchte oder beides? Bei mir war es beides. Vor zwei Jahren buchte ich meinen ersten Qigong-Kurs. Seit dem bin ich begeistert, wie das Zusammenspiel von langsamen Bewegungen und der richtigen Atmung, das „Qi“ (die Energie) in meinem Körper aktiviert. Als Feng Shui Beraterin weiß ich, wie schwierig es ist, in unserer westlichen Kultur zu verstehen, dass es Energien gibt, die in uns und um uns herum sind und das diese auch durch Blockaden am Fließen gehindert werden können.

Mein Einstieg in die Welt des Qigong begann, wie gesagt, vor zwei Jahren, mit sehr einfachen Bewegungen, die ich nach einiger Zeit sehr gut beherrschte. Es war ein Mix aus Thai Qi und Qigong und war dem traditionellen chinesischen Qigong angelehnt.  Um so überraschter war ich, als Meister Satoru am ersten Tag unseres 3-Tage Workshops in den seitlichen Spagat ging und uns auffordert es ihm nachzumachen. Qigong hatte ich bisher überhaupt nicht mit großer Flexibilität in Zusammenhang gebracht, aber nun wurde ich eines besseren belehrt.

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Mit den „Dou-In“ Übungen (Dehnungsübungen) beginnt jede Qigongstunde. „Dou-In“ soll den Körper flexibel machen und erleichtert somit die Aufnahme des „Qi“.  Ziel ist es, sich bei den Dehnungen auf die Körperteile zu konzentrieren, die angespannt sind und gelockert werden sollen. Großmeister  Yoshio Arai hat 40 Jahre lang uralte Qigong Methoden erforscht und trainiert und daraus dann seinen eigene Qigong Methode entwickelt. Die „A-Ray Style Chu Shin Qigong“  Methode hat mittlerweile in Japan viele Anhänger und Großmeister Arai verkörpert mit seiner eigenen großen Flexibilität, dass es möglich ist,  sich mit Qigong gesund und fit zu halten, auch mit 86 Jahren.

Es wird sicherlich einige Zeit dauern, bis ich die Steifheit meines Körpers überwunden habe. Aber schon nach zwei Wochen täglichen Übens von 10 min am Morgen und 10 min am Abend verspüre ich einen kleinen Erfolg und die Dehnungsübungen sind nicht mehr ganz so unangenehm. Danach fällt mir die „Chu Shin Dance“ Übung und die       „Hachi Dan Kin“ Übung gleich viel leichter.

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Das schöne an den Qigong Übungen ist, dass man sie auch alle im Freien ausüben kann und nicht viel Platz dafür benötigt. Wir hatten Glück und die Aprilsonne war am ersten Tag so angenehm warm, dass wir die „ Hachi Dan Kin“ (Hachi Dan=die Achte) im Freien vor unserem Studio üben konnten. Diese acht aufeinander folgenden Bewegungen stimulieren die unterschiedlichsten Meridiane im Körper. Im Zusammenhang mit der „ Tanden Atmung“ wirken sie noch effektvoller. Die Tanden Atmung nimmt übrigens eine besondere Stellung im „ A-Ray Style Chu Shin Qigong“ ein.
Bei der Tanden Atmung (Bauchatmung) nimmt man am besten eine liegende Position ein und atmet durch die Nase 7 sec. ein, dann wird der Atem für 3 sec. gehalten und wieder 7 sec. durch die Nase ausgeatmet und noch mal 3 sec. gehalten. Dabei produziert man durch die Auf- und Ab Bewegung des Zwerchfells das „Qi“ (die Energie). Das Tanden ist übrigens die Gegend am Unterbauch unter dem Bauchnabel.

Für alle, die im April nicht am ersten Qigong-Workshop teilnehmen konnten, gibt es die Möglichkeit beim 2ten Workshop, der bereits im November diesen Jahres stattfindet, einzusteigen. Auf meiner Webseite könnt ihr unter Workshops den Termin und alle wichtigen Informationen erfahren. Ich freue mich schon die „ alten“ Teilnehmer wieder zutreffen und die „neuen“ begrüßen zu können. Bis dahin wünsche ich euch einen wunderbaren Sommer.

Eure Nicole

Kochen mit Gosha

Aufgepasst…, ihr Freunde der leichten und super leckeren Küche! Heute verlasse ich bewußt mein Terrain der Innenarchitektur und des Feng Shui´s und stelle euch eine Wahl-Potsdamerin vor, die ein ganz besonderes Studio betreibt. Gosha Nagashima lebt und arbeitet seit 9 Jahren in Potsdam und hat ihr wunderbares Studio in einer wunderhübschen Remise auf dem Hinterhof der Dortustraße 55.
Gosha ist Malerin, Grafikerin, Keramikerin und arbeitet nicht nur mit Ölfarben auf Leinwänden, sondern bemalt vor allem auch Glas und Porzellan.
Ihre kleinen und großen Windlichter sind begehrte Liebhaberstücke bei Sammlern im In- und Ausland. Man kann sie in ihrem Studio bewundern und auch gleich von dort mit nach Hause nehmen. Gosha studierte in Japan Kunst und hat viele Jahre dort gelebt, wodurch ihr besonders die Landesküche ans Herz wuchs. In Tokio traf sie sich regelmäßig mit Freunden zum gemeinsamen Kochen. Nun möchte sie diese schöne Tradition in Potsdam wieder aufleben lassen und hat deshalb beschlossen jeden Donnerstag ab 18 Uhr in ihrer Studioküche zum japanischen Kochevent einzuladen.

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Betritt man das gemütliche Studio, in dem ihre bemalten Windlichter warmes Licht verbreiten, begrüßt Gosha ihre Gäste erst einmal mit einer Tasse grünen Tees. Während wir genüsslich unseren Tee trinken, erzählt sie, welche verschiedenen kleinen Gerichte wir an diesem Abend gemeinsam kochen werden. Auf dem Speiseplan stehen: warmer japanischer Kartoffelsalat, Dropped-Egg Suppe, Tofu mit Sesampaste und als Süßspeise Süßkartoffel im Zitronensud.

Wir beginnen damit Gemüse zu schneiden und lernen eine interessante Methode kennen, wie in Japan Kartoffeln geschnitten werden. Nach jedem Schneiden wird die Kartoffel so gedreht, dass am Ende jedes Stück die ungefähre Form eines Diamanten hat. Das musste ich ein wenig üben, zugegebener Maßen…
Während die Süßkartoffeln vor sich hin köcheln wird mit dem nächsten Gericht begonnen. Die Gerichte sind alle nicht kompliziert und da die japanische Küche makrobiotisch ist auch noch sehr gesund. Während des Kochens kann man die Rezepte gut mitschreiben und erfährt so ganz nebenbei Kochtricks und Informationen zu den japanischen Produkten, die Verwendung finden.
Jedes Gericht wird nach Fertigstellung in wunderschöne, selbstgemachte Keramikschüsseln gefüllt. Da in Japan Mahlzeiten lauwarm gegessen werden, ist Eile bei der Fertigstellung nicht nötig.

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Und hier ein Rezept für euch zum Nachkochen.

 Warmer japanischer Kartoffelsalat

Zutaten für 2-3 Personen: 250g kleine Kartoffeln mit roter Schale (Laura), 3 EL Sojasoße, 3 EL Reisessig (Mizkan) 1 EL Zucker, 1 große Gemüsezwiebel, 3 EL Distel-Öl, Prise Salz und Pfeffer, Dill zum Garnieren

So wird’s gemacht:

Kartoffeln unter fließendem Wasser spülen und quer in Stücke schneiden so dass eine Diamantenform entsteht. Für die Soße in folgender Reihenfolge alles in einen Mixer geben. Sojasoße, Reisessig, Zucker, geriebene Gemüsezwiebel, Salz und Pfeffer. Dann alles mixen und zum Schluss das Distel-Öl dazugeben und nur noch ganz kurz verrühren.
Die fertigen Kartoffel abgießen und in eine Schüssel geben. Die Soße darüber verteilen und mit geschnittenem Dill verzieren. Voilà, es ist angerichtet und schmeckt vorzüglich.

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Ein Kochevent bei Gosha ist eine schöne Geburtstagsüberraschung für einen lieben Menschen. Ich habe es selbst ausprobiert und kann euch sagen, dass das Geschenk super ankam! Viel Spaß beim Kochen und bei eurem nächsten Besuch bei Gosha. Vielleicht berichtet ihr mir davon. Es würde mich freuen!

Eure Nicole

Happy Birthday to: The District Six Store

Ich liebe diese kleinen Designerläden in Berlin, in denen es so viel zu stöbern und zu entdecken gibt. Wenn ihr, so wie ich, ein Designjunkie seid, werdet ihr den kleinen Concept Store in der Graefestraße 80 in Berlin-Kreuzberg lieben. Ursprünglich gab es diesen nur als Onlineshop, doch im März 2015  eröffnete in Kreuzberg, nahe der U-Bahnstation Schönleinstrasse ein realer Laden. Der richtige Zeitpunkt also nach einem Jahr Bestehen, alles Gute für die weitere Zukunft zu wünschen und euch diesen kleinen Laden endlich einmal vorzustellen.

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Die Besonderheit ist, dass es im The District Six Store ausschließlich Produkte aus Südafrika zu kaufen gibt. Das Angebot erstreckt sich über hochwertige Wohnaccessoires, Taschen, Schmuck, bis hin zu Kunstgegenständen und Grafiken. Alle Produkte wurden von jungen südafrikanischen Designern entworfen und werden auch im eigenen Land  produziert. Diese Produkte haben ihren ganz eigenen Charme, aus einer Kombination typischer afrikanischer Elemente, Mustern und leuchtenden Farben, sowie natürlichen und hochwertigen Materialien.

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Geschnitzte Holzfiguren und Perlenketten sucht man vergebens im District Six Store, denn das Bild vom jungen Südafrika nach der Zeit der Apartheit zeigt sich hier in Berlin eher modern, selbstbewusst und trotzdem verbunden mit ihren traditionellen Wurzeln. Im Schmuckdesign spiegelt sich die Afrikanische Tradition am meisten wieder, aber auch in den Stoffmustern kann man den Hauch von Afrika erkennen.
Hier wird den unbekannten jungen Designern eine Plattform geboten.

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In diesem wunderschönen kleinen Laden kann man herrlich nach Geschenken stöbern und mit der Verkäuferin Tara, die aus Südafrika stammt, sehr nett über die einzelnen Produkte plaudern. Die kleinen und größeren Grafiken sind wunderschön und könnten die eigene Galerie zu Hause passend erweitern. Übrigens, der Name des Ladens wurde nach dem bekannten Viertel in Kapstadt benannt, das bis 1960 multikulturelles Zentrum war. Hier lebten vor der Zeit der Apartheit, Hafenarbeiter, Musiker, Künstler und Händler zusammen. Die Besitzerin Caroline Adam beschreibt auf der Webseite sehr schön ihre Ambition für das Ladengeschäft im Graefekiez: „Wir zeigen Genuss, Kunst, Kultur und Landschaft, denn wir möchten dazu anregen, Südafrika mit offenen Augen und frei von Vorurteilen oder Ängsten zu bereisen. Und wir möchten zeigen,
was wir so lieben. “

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Eine schöne Botschaft, wie ich finde. Schaut einfach mal vorbei im District Six Store und lasst euch entführen in die kleine Designwelt des modernen Südafrikas.
Es lohnt sich!
Eure Nicole

Die neuen Trendfarben 2016 von Pantone

Farben haben eine enorme Wirkung auf unser Wohlbefinden. Jeder von uns kann „erfühlen“ wie sich ein roter Pulli im Gegensatz zu einem weißen trägt. Auch in unseren Wohnungen bewirken wir viel mit Farben. Mit Rot und Orange aktivieren wir die Energien dort, wo wir sie benötigen. Und in einem Raum, in dem wir Ruhe suchen, wirken helle und Pastellfarben eher beruhigend. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass alljährlich Farbtrends bestimmt werden, die besonders in den Bereichen Mode, Kosmetik und Lifestyle zum Tragen kommen. Eine Vorreiterrolle spielt dabei das US-amerikanische Pantone Color Institute, welches zum Ende eines jeden Jahres die Trendfarbe des neuen Jahres kürt. 2016 wurden zum ersten Mal zwei Farben als Trend erwählt: Rose Quartz und Serenity.

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Rose Quartz ist ein warmer Rosé-Ton, der ins Altrosa geht und sanft, gelassen und unglaublich leicht wirkt. Dabei habe ich unmittelbar das zarte durchscheinende Rosa von Blütenblättern oder das Rosa eines zarten Sonnenuntergangs vor Augen. Ein Sonnenuntergang stand vielleicht auch Pate für den zweiten Pantone Trendsetter Serenity: dieser Farbton erinnert mich an die Blaue Stunde, an die Zeit der Dämmerung zwischen Sonnenuntergang und der Dunkelheit. Jene Zeit, in der die Welt in zarte Blautöne gehüllt wird. Serenity ist ebenso leicht, feminin, gelassen und unbeschwert wie Rose Quartz. In diesem Jahr scheint Pantone bei der Farbwahl den Zeitgeist exakt getroffen zu haben.
Rosa und Blau, ein himmlischer Kontrast mit viel Harmonie. Darum ging es bei der diesjährigen Wahl zur Trendfarbe, wie die geschäftsführende Direktorin des Pantone Color Institute, Leatrice Eiseman verrät:  „Da unsere Kultur immer noch mit so viel Unsicherheit behaftet ist, sehnen wir uns immer wieder nach diesen weicheren Farbtönen, die ein Gefühl der Ruhe und Entspannung bieten.“

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Diese Ruhe und Entspannung können wir in unsere eigenen vier Wände einladen, indem wir Wandfarben, Accessoires oder Möbel beider Farben kombinieren. Wie gefällt euch dieses Sofa in Rosa kombiniert mit einer etwas dunkleren rosafarbenen Wandfarbe und als Kontrast ein kleiner blauer Sekretär? Ich bin von der Farbkombination begeistert.
Und ganz zum Schluss habe ich für alle diejenigen, die die Begeisterung an dieser Farbkombination teilen, eine Idee für das Osterfest. Dieses Mal habe ich meine Ostereier mit Pastellfarben gefärbt und zwar in… ganz genau, Rosa und Blau…

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Eigentlich sind sie zum Essen fast zu schade oder was meint ihr? Ich wünsche euch allen ein wunderbares Osterfest und viel Spaß beim Füllen des Osternestes.

Eure Nicole

Gartenkunst in China

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Es ist Anfang März: Wir warten sehnsüchtig auf den Frühling, um in unseren Gärten zu pflanzen und zu werkeln und uns im Sommer an der blühenden Pracht zu erfreuen. Im Moment scheint es jedoch, dass wir nur träumen dürfen vom Duft unserer Gärten und vom taufrischen Gras unter unseren nackten Füßen.

Daher entführe ich euch heute zum Träumen in einen Garten nach Suzhou in China. Die Stadt liegt ca. 80 km von Shanghai entfernt und war dank der Seidenindustrie einst die reichste des Landes. Begünstigt durch ihre strategisch gute Lage zu vielen Kanälen hat sie ihren Charme trotz großer baulicher Veränderungen in der kommunistischen Ära nicht verloren. Tausende von Touristen begeben sich jedes Jahr nach Suzhou, um vor allem ihre Gärten zu bewundern.

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Früher war in Suzhou das Bildungsniveau sehr hoch. Viele kaiserliche Beamte setzen sich hier zur Ruhe und verbrachten den wohl-verdienten Lebensabend in ihren Gärten. Der chinesische Garten an sich ist gedacht als ein Abbild der Erde im Kleinformat. Hügel und kleine Berge, Seen und Teiche bilden die Vegetation ab, in deren harmonisches Gefüge sich der Mensch eingliedert. Dieses Gestaltungsprinzip aus Natur und Architektur findet in der chinesischen Gartenkunst ihr meisterliches Zusammenspiel. Kleine Pavillons gewähren dabei Ein- und Ausblicke in die Natur.

Mein absoluter Favorit ist der „Garten des Meisters der Netze“. Er ist sehr klein, jedoch einer der besterhaltenen Gartenanlagen in Suzhou. Angelegt im 12.Jh, verwahrloste er später, bis er dann im 18.Jh von einem pensionierten Beamten restauriert und als Alterssitz genutzt wurde. Der Überlieferung nach hatte sich dieser Pensionär dem Angeln verschrieben und verhalf dem Garten so zu seinem poetischen Namen.

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Man betritt ihn durch das Wohnhaus, von dem ein Weg nach links im Uhrzeigersinn durch die Anlage führt. Der Garten ist mit den angrenzenden Pavillons so perfekt angelegt, dass man einen viel größeren Eindruck vom Garten erhält. Die weiße Fassade des Haupthauses spiegelt sich im Teich wider, über den eine kleine uralte Brücke hinwegführt. Trotz der vielen Touristen herrscht dort eine friedliche Stille und ich bin entzückt von einem Besucher der tief und fest an einem Pfeiler lehnt und schläft.

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Die große Faszination der asiatischen Gartenkunst hat auch bei uns in Europa dazu geführt, dass immer mehr private Gärten nach diesem harmonischen Prinzip gestaltet werden. Das Onlinemagazin homify, welches rund um die Themen Architektur, Innenarchitektur, aber auch Außenräume berichtet, präsentiert seinen Lesern für alle Bereiche des Wohnens eindrucksvolle Expertenbeispiele.
homify dient dem Interessierten zum einem als Inspirationsquelle und fungiert gleichzeitig auch als Expertenplattform. Also, solltet ihr jetzt Lust verspüren euren Garten in diesem Jahr neu zu gestalten, schaut doch mal bei der Gartensektion von homify vorbei und lasst euch von den vielen Beispielen inspirieren.

Ich wünsche uns allen einen zauberhaften Frühling. Eure Nicole