Salone del Mobile 2017: Es wird Licht

Manchmal schreibt das Leben seinen ganz eigenen Zeitplan. Ich besuchte im April diesen Jahres die bedeutendste Möbelmesse in Europa, die Salone del Mobile in Mailand und wollte euch im Anschluss daran von diesem wunderbaren Erlebnis berichten; doch es kam anders. Ein wunderbares Projekt folgte dem nächsten und somit hatte ich alle kreativen Hände voll zu tun ohne die Zeit, um mich um meinen Blog zu kümmern.
Nun möchte ich euch verspätet meine Favoriten  unter den Leuchten vorstellen. Die Tage werden wieder kürzer und das Thema Beleuchtung passt gut in diese Jahreszeit.

Ganz am Anfang vor meinem Abtauchen in die Messehallen stand der Besuch des berühmten Mailänder Doms. Dieses wunderschöne neogotische Bauwerk ist  beeindruckend und auch das Bestaunen von außen wegen der langen Warteschlangen lohnt sich immer wieder.
Auch das Schlendern durch die Mailänder Galleria Vittorio, die gleich am Domplatz anschließt, hat ein ganz eigenes Flair. Aber nun:

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Beeindruckend waren die Leuchten und auch der Messestand von der kanadischen Firma Bocci Hier ist man richtig eingetaucht in die Präsentation der Leuchten. Weder stand man als Besucher unter ihnen oder mitten drin.
Bocci Leuchten kommen am besten im Pulk zur Geltung. Sie tragen keine Namen, sondern nur Nummern. Leuchte 84 z.B. besteht aus  einer weißen Glaskuppe, die mit einem Gewebe aus Kupfer umschlossen in ein heißes und klares Glasbad gestürzt wird. Fast alle Leuchten von Bocci sehen futuristisch aus und sind ein absoluter Hingucker. Und welch ein Glück- die Firma hat einen Sitz in Berlin mit einem riesigen Showroom in der Kantstr. 79. Also nichts wie hin, es lohnt sich!

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Die Idee des jungen Designer-Duos aus Prag fand ich überaus charmant. Sie reduzierten die pompösen Lüster aus fünf berühmten Opernhäusern wie z.B. aus dem Bolschoi Theater in Moskau und entwickelten somit aus klaren aber auch opaken Glas die Serie: Neverending glory 
Die Firma Lasvit aus Prag hat die Produktion und das Marketing übernommen.
Diese Leuchten sehen einfach klasse aus und besitzt man einen sehr langen Esstisch, passen alle 5 Glasleuchter darüber und ein glamouröses Opernfeeling kann sich in den eigenen Wänden breit machen.

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Eine ganz andere Sprache spricht die Leuchte „Mesh“ von Luceplan.
Der Designer Francisco Gromez Paz hat ein Lichtobjekt, ein Solopreneur unter den Leuchten kreiert. DIe Hängeleuchte hat eine leichte, transparente Struktur aus einem Netz sich kreuzender Metallkabel, in deren Schnittpunkte LED- Lichtpunkte angebracht sind. Diese Struktur erlaubt eine außergewöhnliche Freiheit hinsichtlich der Leitung des Lichtes. So kann z.B. nur der obere Ring oder der untere Ring leuchten, die Seiten oder natürlich auch die gesamte Leuchte.

Es braucht für die Wirkung der Leuchte nicht unbedingt einen Palazzo, aber die Räume sollten schon eine gewisse Höhe haben, damit  MESH sich in ihrer ganzen Schönheit entfalten kann.

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Das war mein kleiner Eindruck in die Welt des Lichtes, die im Salone del Mobile in diesem Frühjahr meine Aufmerksamkeit erhielten.

Im nächsten Blogbeitrag möchte ich euch Rom vorstellen, die Stadt der sieben Hügel. Ich bin schon ganz gespannt, was ich bei meinem ersten Besuch im sonnigen Oktober alles entdecken werde.

Eure Nicole

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