Design in Shanghai-Teil 2

Vielleicht erinnert ihr euch noch an einen meiner letzten Blogbeiträge. Dort schrieb ich über das Restaurant „ Mercato“ am Bund in Shanghai. Heute habe ich ein weiteres Projekt von Neri & Hu Design Office für euch parat.

Das „Waterhouse Boutique Hotel“ kannte ich schon aus Fachzeitschriften und war sehr gespannt darauf es nun live, in echt und hautnah erleben zu können. Naja, leider nicht ganz hautnah, da die exklusiven Preise doch etwas zu exklusiv für mich waren und zum Glück auch kein Zimmer mehr zur Verfügung stand. (zwinkernd)

Vor der Eröffnung 2010 als Designhotel war es ein altes 3stöckiges Lagerhaus im alten Hafenviertel im Süden des Bunds. Das Besondere an dem heutigen Erscheinungsbild ist die konsequente Auseinandersetzung des Designerpaares mit der bestehenden Struktur des Gebäudes und seiner Geschichte. Während Shanghais Besatzung in den 30iger Jahren diente es als Hauptquartier der japanischen Armee. Die alten Strukturen sind noch an vielen Stellen von außen sowie auch von innen erlebbar. Die äußere Fassade z.B. wurde völlig so belassen, die Fenster ausgewechselt und das Gebäude um ein viertes Geschoß inkl. Dachterrasse erhöht. Dieses zusätzliche Geschoß wurde mit „Corten“ Stahl verkleidet und lässt die an sich schon verwitterte Fassade aufgrund von Regenspuren noch verwitterter aussehen.

Wer, wie ich, Industriecharme mag, wird dieses Hotel lieben, und die vielen Designpreise der letzten Jahre zeigen mir, dass ich mit meinem Geschmack nicht allein bin.

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Das Hotel betritt man von der Seitenstrasse durch eine Eingangstür, die Bestandteil einer riesigen Portalanlage aus Corten Stahl ist. Gleich danach steht man in einer phantastisch hohen Lobby, die gut und gerne 9 Meter Raumhöhe aufweist. Der kleine Empfangstresen wirkt so surreal in diesem großen Raum mit seinen unverputzten Wänden, dass auch die Designklassiker von Vitra dem alten Charme nichts anhaben können. Sie setzen jedoch einen starken Kontrast zum Innenraum und mit diesen Kontrasten spielen Neri & Hu meisterlich.

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Zum Gesamtensemble gehört ein kleiner Innenhof, der so schmal ist, dass er an die alten Gassen (Longtang) von Shanghai erinnert. Die Fassade des Hofes ist im Kontrast zur Außenfassade in Weiß gestrichen. Die aufklappbaren Fensterläden aus getöntem Glas ergeben ein interessantes Fassadenspiel. Zum Hotel gehört das Restaurant „Table No1“, dessen kleiner Außenbereich mit Sitzplätzen den Hof belebt.

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Und dann gibt es da noch diesen tollen Dachgarten mit kleinen Sitz-Nischen und einer Bar, an der man am Abend mit einem Cocktail den Tag wunderbar ausklingen lassen kann, während auf der anderen Seite des Huangpu Flusses die Lichter im Pudong, dem neuen Shanghai, angehen.

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Design in Shanghai – Teil 1

Frank Sinatra – Oh, ich muss gestehen, dass ich ein großer Fan von ihm bin, singt in seinem berühmten Song „ New York, New York“ über die Stadt, die niemals schläft. Vielleicht war Franky niemals in Shanghai und wenn doch, hat er zu seinen Lebzeiten die rasante Entwicklung dieser Metropole nicht mehr erleben können, weil sie erst in den letzten 20 Jahren diesen Boom erfuhr. Sicherlich hätte er sonst einen ähnlichen coolen Song über diese Stadt verfasst und gesungen. Da bin ich mir sicher.

Auch ich kam am Ende meiner Chinareise in eben dieser Stadt an. Und was soll ich sagen? Am ersten Tag war es so diesig und nebelig, dass ich nichts von der imposanten Skyline sehen konnte. Ich war regelrecht enttäuscht und fragte mich – verliebt in die Skyline von Chicago -, was die Welt so Besonderes an Shanghai findet?

Am zweiten Tag jedoch war der Nebel gänzlich verschwunden. Ich musste meine voreilig gefasste Meinung revidieren und konnte vom Bund aus die hoch in den Himmel ragenden Gebäude bewundern. Als es langsam dunkel wurde, gingen die Lichter im Pudong an und ein farbenfrohes Spektakel erleuchtete den Himmel über Shanghai.

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An diesem Abend zog es uns in ein auf dem BUND gelegenes Restaurant, das vom
Neri & Hu Design Research Office
aus Shanghai entworfen wurde. Der Bund ist eine der bekanntesten Uferpromonaden und neben der Skyline eine der größten Touristenattraktionen der Stadt. Er wird gesäumt von prachtvollen Kolonialbauten aus dem 19. Jahrhundert. Im Gebäude 3, auch genannt „ Three on the Bund“, befindet sich das Restaurant „Mercato“. Neri & Hu, das junge Architektenpaar aus Shanghai, erregte meine Aufmerksamkeit spätestens auf der diesjährigen Möbelmesse in Köln.
Für die imm Cologne entwarfen sie das faszinierende Konzept „ House on Stage“. (Blogbeitrag vom Januar 2015)

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Betritt man das Restaurant durch die breite Schiebemetalltür, die aus horizontalen Stahlstreifen besteht und von Schriftzügen durchsetzt ist, wirkt der große Raum sowohl dunkel als auch gemütlich. Das ist zum einen dem dunklen Holz, welches für das gesamte Interieur verwendet wurde, als auch der sehr zurückhaltenden Beleuchtung geschuldet. Der große offene Raum wirkt daher, trotz seiner Größe, sehr einladend und warm. Einziger Wehmutstropfen: durch die geringe Beleuchtung wird das Konzept nicht so einfach sichtbar. Neri & Hu haben den Raum völlig von den vielen vorherigen Umbauten befreit und brachten die Schönheit der ursprünglichen Stahlkonstruktion gekonnt wieder zum Vorschein. Das Konzept wurde konsequent durchgehalten, sogar die Betonpfeiler wurden in ihrer Ursprünglichkeit erhalten. Keine Frage also, dass auch die gesamte Lüftungstechnik nicht versteckt wurde. Alle neuen Elemente grenzen sich völlig von der bestehenden Struktur ab.

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Das sehr gelungene Konzept spielt mit dem Charakter eines Marktes (ital. Mercato).
Die beiden Bars in der Mitte des großen Raumes werden gefasst von einem schwarzen Stahlregal aus Industriestahl, das vom Deckenelement aus recyceltem Holz herabhängt. Auch die runden Glaslampen über den Bartischen versprühen den Charme von Straßenlaternen. Sitzt man wie wir an der „Pizzabar“ – gleich Gästen, die spontan und ohne Tischreservierung ins Mercato kommen – kann man das professionelle Treiben der Angestellten beobachten.

Fast hätte ich es vergessen bei all meiner Schwärmerei über die Innenarchitektur des Mercatos…. das Essen ist äußerst lecker und ein Besuch sehr empfehlenswert. Der Inhaber des Restaurants ist übrigens der Sternekoch Jean-Georges Vongerichten. Er besitzt in elf verschiedenen Ländern dreißig Restaurants. Die meisten davon in den USA.

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Das Hotel Ultra in Berlin

Ich liebe es, in Berlin unterwegs zu sein und in schönen und ausgefallenen Interieur-Shops zu stöbern. Diese Möglichkeit quasi direkt vor der eigenen Haustür zu haben, ist einfach fantastisch. Natürlich bin ich beruflich immer an neuen Inspirationen interessiert, aber hauptsächlich liebe ich es wegen diesem EINEN Gefühl. Kennen sie es, etwas Schönes zu sehen und dabei zu spüren, wie einem das Herz aufgeht?

So geschehen als ich vor kurzem das „Hotel Ultra“ in der Torstraße 155 besuchte. In dieses Hotel checkt man nicht als Gast ein (obwohl dies schon einige Berlinbesucher versucht haben). Nein, hier sind Möbel, Wohnaccessoires und Designobjekte Gast des Hauses und residieren hier nur vorübergehend, bevor sie von uns gekauft werden und ein neues Zuhause bekommen. Das Konzept ist einfach und gleichzeitig genial. Auf knappen 100m² Ladenfläche suggeriert das ständige Kommen und Gehen einer wechseln Auswahl exklusiver Möbelstücke und Wohnaccessoires Hotelatmosphäre.

Begleiten Sie mich bei meinem Besuch im kleinen & charmanten „Hotel Ultra“.hotel ultra_01

Betritt man den Laden von der Torstraße aus, nimmt man sogleich das große Schlüsselbrett wahr, das hinter dem schlichten, in Weiß und Messing gehaltenen Verkaufstresen imponiert. Dort hängen die aus Messing gefertigten Zimmerschlüssel der „Hotelgäste“. Die Hotelidee zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Design und wurde konsequent und liebevoll durchgehalten. So gibt es direkt neben dem Eingang einen aus alten Filmen bekannten Kofferwagen. Darauf thronen die „ Lost & Found“ Gegenstände (kleinere in Koffern präsentiert), die von den Besuchern vergessen wurden. Da keiner mehr nach ihnen fragte, werden sie nun als Angebot feilgeboten.

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Auf der anderen Eingangsseite befindet sich die „ Hotellobby“. Diese Lobby ist mit preisgekröntem Interieur des Istanbuler Designduos „ Autoban“ ausgestattet. Das junge Designstudio hat schon zahlreiche Restaurants, Hotels, Cafés und Apartments auf der ganzen Welt mit Ihren Möbeln ausgestattet. Mit ihnen hält ein wenig osmanische Verspieltheit kombiniert mit skandinavischer Schlichtheit in Berlin Einzug. Ich fand besonders den Schaukelstuhl klasse, der auf den Namen „ Slepy-Blind-Tufted“ hört und in dem es sich ganz modern schaukeln lässt.

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Entlang der Wand stapeln sich Holzkuben übereinander, die die Zimmer simulieren. Jede dieser Boxen ist individuell gestaltet und steht Pate für ein Hotelzimmer, in denen sich die Einrichtungsgegenstände während ihres Aufenthalts darstellen können. Das Vor- und Zurückspringen der Kuben bringt Bewegung in den Raum. Alle Hotelzimmer sind unterschiedlich gestaltet. So wird die Wanduhr „ Swallow X“ von „HAO SHI“ mit einem Birkenstamm puristisch in Szene gesetzt. Ein goldüberzogener Revolver von „SELETTI“ schwebt auf hunderten von Zahnstochern. Diese detailverliebte Inszenierung der einzelnen Designobjekte in den Holzboxen macht den Besuch zu einem Erlebnis.

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Zu guter Letzt lädt das hoteleigene Café ein, auf einem Stuhl von „Kartell“ oder „Autoban“ Platz zu nehmen und beim Genuss eines Latte Macchiatos etwas länger darauf zu verweilen, als gewöhnlich in Möbelshops möglich. Oder blättern Sie in den Kunst -und Designbüchern und lassen Sie sich weiter inspirieren während Sie noch ein Stück Kuchen verzehren, das auf dem Geschirr von „Menu“ serviert wird. Nicht nur das bloße Betrachten, sondern das direkte Ausprobieren steht im Vordergrund dieses Konzeptstores.

Viel Spaß beim nächsten Berlinbesuch im Hotel Ultra und wer es nicht schafft, persönlich vorbei zu gehen, hier geht’s direkt zur Webseite: www.hotelultra.de

Zu Besuch bei: Lederleitner in Graz

Zum Jahreswechsel verweilte ich in der wunderschönen Stadt Graz. Beim Bummel durch die Altstadt gab es viel zu sehen. Über der Stadt thront eindrucksvoll der Grazer Schlossberg als schöner Hintergrund zu den kleinen individuellen Läden und angesagten Cafés und Restaurants.

Ein besonderes Erlebnis war jedoch mein Besuch beim Einrichtungshaus „Lederleitner“. Das Familienunternehmen gibt es in Österreich an acht verschiedenen Standorten, wobei die Grazer Filiale in einem besonders schönen Haus mit Parkanlage residiert. Diese lag tief verschneit und war daher zu dieser Jahreszeit wenig zu bewundern, aber im Inneren wandelt man zwischen Möbeln, Accessoires, Blumenarrangements und Büchern von einer Rauminszenierung zur nächsten, staunt und verweilt. Die besondere Atmosphäre bei Lederleitner wird untermalt durch das hauseigene Café-Restaurant, das zu einem Snack oder einem Café Melange einlädt.

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Wieder daheim nahm ich Kontakt zur Familie Lederleitner auf und Herr Lederleitner war so freundlich mir einige Fragen zu beantworten, die ich hier auf meinem Blog veröffentlichen möchte. Lassen Sie sich also entführen zu einem Besuch bei Lederleitner in Graz.

Die Idee zu Lederleitner entstand …

Herr Lederleitner: Wir sind ein Familienunternehmen, welches momentan in der vierten Generation den Betrieb führt. Nach Jahren der Gestaltung von Außenbereichen setzen wir unsere Innovationen jetzt auch im Innenraum fort.

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Das Konzept von Lederleitner ist …

Herr Lederleitner: Unser Konzept besteht darin sich ständig zu verändern, denn wir wollen uns nicht auf alten und bewerten Dingen ausruhen, sondern uns dynamisch weiterentwickeln.

Mein Lieblingsstück im Shop ist …

Herr Lederleitner: Oh, diese Frage ist schwer zu beantworten. Da die Shops aus lauter Lieblingsstücken bestehen, müssen sie mir nachsehen, dass ich kein spezielles Lieblingsstück hier benennen kann.

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Für die Zukunft ist geplant …

Herr Lederleitner: Wir haben mehrer Pläne für die Zukunft, aber in unmittelbarer Zukunft werden wir einen neuen Concept-Store in Wien eröffnen. Es wird dann der dritte Standort in Wien sein und wir sehen der Eröffnung schon freudig entgegen.

Meinen eigenen Einrichtungsstil würde ich beschreiben als …

Herr Lederleitner: Aus einer Mischung unterschiedlichster Stilrichtungen

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Herr Lederleitner, vielen Dank für das Interview und allen Interessierten in Deutschland möchte ich noch den Lederleitner Online Shop empfehlen, wo man schöne Wohnaccessoires unter www.lederleitner.at erwerben kann. Und schauen Sie doch mal in einer der Filialen vorbei, wenn Sie das nächste mal in Österreich sind, es lohnt sich!

 

Wohntrends von der imm Cologne 2015

Zu Beginn eines jeden Jahres präsentiert die imm cologne die aktuellen Trends aus der Möbel- und Einrichtungsbranche. Namenhafte Hersteller zeigen Seite an Seite mit Newcomern ihre neuesten Produkte. Ob Möbel, Stoffe, Tapeten oder Leuchten, es wurden Wohnideen für jeden Raum, jeden Stil und jeden Anspruch präsentiert und in Szene gesetzt. Am meisten inspirierten mich die im „Pure Village“ ausgestellten Trends. Hier zeigten die unterschiedlichsten Hersteller, dass Einrichten heutzutage eine ganzheitliche Aufgabe ist. Deshalb möchte ich Sie diesmal auf einen Rundgang durchs „Pure Village“ entführen.

Auch diesmal wurde in der Messehalle 2.2 „ Das Haus – Interiors on Stage“ präsentiert. Das chinesische Designteam Neri&Hu aus Shanghai waren eingeladen, das Haus der Zukunft zu entwerfen. Das „Haus on Stage“ setzt sich aus mehreren, von außen schwarz angestrichenen Kuben zusammen, die einen lichten Innenhof bilden und durch eine meanderförmige, helle Holzbrücke miteinander verbunden werden.

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Das Konzept „ Memory Lane“ basiert auf der Idee, sich an die Vergangenheit zu erinnern, um die Zukunft verstehen zu können. Auch der Begriff vom „Zuhause“ soll hinterfragt werden. Einerseits ist unser Zuhause ein Zufluchtsort, andererseits könnte es auch ein „Käfig“ für unsere Besitztümer und Wohnrituale darstellen. Neri&Hu Design und Research Office fordert auf, uns durch die unterschiedlichen, fast voyeuristische Einblicke von außen, innen und oben, diesem Thema zu nähern. Dadurch, dass die einzelnen farblich gestalteten Räume aber nicht zu betreten sind, sondern nur zu betrachten, wird diese Aufforderung noch gesteigert. Auch der Spiegel wird von den Designern so präzise eingesetzt, dass die unterschiedlichen Schichtungen aus Vergangenheit und Gegenwart, in Szene gesetzt werden.

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Beleuchtung bei der Möblierung unseres Zuhauses ist ein beliebtes sowie immer auch ein schwieriges Thema. Es erhielt auch auf der diesjährigen Möbelmesse einen besonderen Stellenwert. Im Trend scheinen in diesem Jahr, Glasleuchten in unterschiedlichster Form zu liegen, mit sichtbaren sogenannten Deko Leuchtmitteln. Auch hier gilt, wie schon im letzten Jahr zu sehen, dass mehrere Leuchten zu einem Ensemble zusammengefügt, erst so richtig zur Geltung kommen. Ob in der Reihe oder gebündelt, der Phantasie des Zusammenfügens sind keine Grenzen gesetzt.

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Der Stand von Buzzi Space aus Belgien war sehr emotional gestaltet. Das Material Filz war überall präsent und wirkte in Kombination mit den Holzmöbeln sehr warm und gemütlich. Zur Förderung des Schallschutzes verwendet Buzzi Space diesen speziellen Filz auch gern in Büroräumen.

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Verschiedene Oberflächengestaltungen für Tischplatten oder Schranktüren liegen nach wie vor sehr im Trend. Vor allem florale Muster, wie in diesem Beispiel gezeigt, wecken Emotionen und transportieren Gefühle und Zeitgeist, denn wir fühlen uns dadurch der Natur verbunden.

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Hier endet mein kleiner Einblick von der imm cologne 2015. Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Gestaltung Ihres Zuhauses.

Ein Besuch in Warschau

Waren sie schon einmal in Warschau? Ich hatte das Vergnügen Anfang Dezember in dieser geschichtsträchtigen Stadt an der Weichsel ein paar Tage zu verbringen.Schlendert man durch die kleine fußläufige Altstadt, glaubt man kaum, dass ihre Häuser erst 70 Jahre alt sind. Die Stadt erlebte ein dunkles Kapitel am Ende des zweiten Weltkrieges und wurde dabei fast völlig zerstört. Man entschloss sich nach Kriegsende die Stadt nach den Originalplänen und an Hand von Fotos wieder aufzubauen. So können wir auch heute eine Stadt besichtigen, die von ihrem früheren Charme nichts eingebüsst hat und sich auch auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste wieder findet.

Lassen Sie sich also von mir entführen in diese alte- neue Stadt an der Weichsel zur Adventszeit!

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Man könnte ja glauben, dass in einer dunklen Jahreszeit, Städtereisen nicht so begehrt sind, weil die kurzen Tage, zu wenig Licht bieten. Zur Adventszeit jedoch, wenn alles im Lichterglanz erstrahlt, besuche ich gern Städte, bummle durch die Altstadt und besuche die Caféhäuser – ich lass mich inspirieren. In Warschau wurde an diesem Wochenende die weihnachtliche Beleuchtung der Altstadt mit einem Lichterfest eröffnet. Entlang des Königsweges, an dem auch der Präsidentenpalast liegt, gab es riesengroße Weihnachtsfiguren, Laternen im Lichterkleid die allesamt strahlten und funkelten. Auch der Präsidentenpalast, der heute der Sitz des Präsidenten von Warschau ist, erstrahlte im Licht.

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Als Innenarchitektin liebe ich es, mich in Caféhäuser zu setzten und mich inspirieren zu lassen vom Design der Einrichtung. Man kann genüsslich seinen Kaffee trinken und das Auge dabei über die Einrichtung schweifen lassen. Hin und wieder skizziere ich auch eine kleine Situation oder fotografiere diese. In Warschau haben mich kleine Caféstuben fasziniert, die auf kleinster Grundfläche ein optimales Bestuhlungskonzept zeigten. Zum Beispiel wurden Fensternischen genutzt um weitere Sitzplätze zu schaffen, die gleichzeitig eine große Gemütlichkeit suggerieren. Die Warenpräsentation in Gläsern mit handgeschriebenen Etiketten rundete das Design ab.

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Als großer Fan von Backshops, lasse ich keinen aus, der mich schon von außen anlockt. In Warschau präsentieren viele Läden ihre Backwaren auf wunderschönen Echtholztheken und in Holzregalen. Die Kombination aus altem Charme und wunderschönen Materialien macht die Läden gemütlich, warm und einladend.

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Ganz zum Schluss möchte ich noch zwei Beispiele für schlichte und doch wunderschöne Fensterdekoration zeigen. Hier wurde nur ein Stift gezückt und die fehlenden Schneeflocken in Form eines Weihnachtsbaumes auf die große Fensterfläche gemalt. Oder es rundeten kleine stilisierte Weihnachtsbäume aus einfachen Strichlinien das Arrangement ab. Es war eine große Freude, all die kleinen und schönen Dinge in Warschau entdecken zu dürfen und ich darf Ihnen empfehlen einmal in der Adventszeit selbst auf Entdeckungsreise in eine unbekannte Stadt zu gehen.

Mir bleibt Ihnen zum anstehenden Fest Liebe und Licht zu senden und eine wahrlich frohe Weihnacht zu wünschen. In das neue Jahr sollen Sie meine besten Wünsche begleiten.

Ihre/Eure Nicole Morgenstern

Tapeten – Innovationen für die Wand

Die Wirkung von Tapeten ist vielschichtig, denn sie machen nicht nur Lust auf mehr, sondern können auch anstelle einer farbig gestrichenen Wand weitere wohnliche Akzente setzen. Es macht Spaß, Wohnräume aktiv umzugestalten und sie durch schöne Muster und Farben noch besser zur Geltung zu bringen. Dabei ist es vollkommen egal, wie groß der Raum ist. Richtig positioniert, beleben Farbakzente jedes Zimmer und sorgen für ultimative Behaglichkeit. Das große und vielfältige Sortiment von Tapeten macht es möglich, dass sich jeder so einrichten kann, wie es ihm gefällt.

Heute möchte ich Ihnen nicht nur schöne Tapeten für die Wände Ihre Wohnung ans Herz legen, sondern noch einen Schritt weiter gehen. Da ich auch Feng Shui Beraterin bin, stelle ich Ihnen in diesem Blogbeitrag Tapeten unter dem Gesichtspunkt der Lehre der 5 Elemente vor. In meinen Feng Shui Analysen verwende ich das Wissen um die 5 Elemente, um in dem Haus oder der Wohnung die Elemente im Gleichgewicht zu halten. Die 5 Elemente, die zyklisch aufeinander wirken sind Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

Wenn Sie das Element Holz in einem Ihrer Zimmer benötigen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dies in Form einer Tapete zu unterstützen. Das Element Holz steht für Entwicklung, Kreativität, Optimismus, Schöpferkraft, Freiheit und Toleranz. Es symbolisiert den Frühling und die Himmelsrichtung Osten. Die korrespondierenden Farben sind Dunkelgrün, Hellgrün und Türkis. Alle Räume, in denen man kreativ und konzentriert arbeiten möchte, eignen sich also hervorragend für einen grünen Farbakzent, auch in Form einer Tapete. Im rechten Tapetenbeispiel wird die Holzthematik durch ein Blättermotiv verstärkt.

Das Element Feuer steht für Freude, Ruhm, Aktivität, Begeisterung, Lebensfreude, Selbstverwirklichung und Intelligenz. Es symbolisiert den Sommer und die Himmelsrichtung Süden. Die Farben des Feuers sind Rot, Orange und Pink. Mit dem Element Feuer, ergo der Farbe Rot, sollte man jedoch sparsam umgehen. Besonders eignet sich eine rote Tapete in Wohn- oder Essbereichen, in denen die Familie zusammentrifft. Da die Farbe Rot eine sehr starke Yang Energie besitzt, gehört sie in die aktiv genutzten Räume.

Das Element Erde steht für Zuverlässigkeit, Verbundenheit, Tradition, Bodenständigkeit und Stabilität. Es symbolisiert den Spätsommer und ist keiner Himmelsrichtung zugeordnet. Die Farben sind Braun, Beige, Ocker und Gelb. Braune und beige Farbtöne wirken beruhigend und können Verwendung finden, um genau diese Atmosphäre schaffen. Zarte beige Töne sorgen im Schlafzimmer für eine erholsame Nachtruhe. Gelbe Farbtöne regen hingegen die geistige Energie an, weshalb eine Tapete im gelben Farbton hervorragend in den Bereich des Schreibtisches passt. (siehe linkes Fotomotiv)

Das Element Metall symbolisiert Ästhetik, Effizienz, Struktur, Disziplin, Entschlossenheit, Tatkraft und Zähigkeit. Es steht für die Jahreszeit Herbst und die Himmelsrichtung des Westens. Die Farbskala für Metall reicht von Weiß, Hellgrau über Gold und Silber. Gold oder silberfarbene Tapeten sind deshalb nicht nur prunkvoll, sondern stehen im Feng Shui auch für Reichtum und Glück. In Kombination mit weißen Wänden, kann man goldene Tapeten z.B. auch als dekoratives Element verwenden. Weiß steht für Reinheit und für den Neuanfang.

Das Element Wasser symbolisiert Willenskraft, Kommunikation, Sinnsuche, Beharrlichkeit, Weisheit und geistige Kräfte. Es steht für die Jahreszeit Winter und die Himmelsrichtung des Nordens. Die Farben Dunkelblau, Blau und Schwarz stehen für das Element Wasser. Die Farbe Blau wirkt beruhigend und schafft eine harmonische Atmosphäre. Deshalb sind blaue Tapeten wunderschön in Bereichen der Wohnung, die für Entspannung sorgen sollen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Gestaltung Ihrer neuen Wände. Ich berate Sie gerne und vorab können sie sich auf der Webseite von Graham & Brown noch mehr inspirieren lassen. http://www.grahambrown.com

Wohntrends von der „ imm cologne“ 2014

Wieder ist ein Jahr vergangen und ich habe das große Vergnügen, wie im letzten Jahr zur gleichen Zeit, die bedeutendste Möbelmesse im deutschsprachigen Raum zu besuchen. Auf der Kölner Möbelmesse imm cologne werden die Neuheiten der Möbelbranche vorgestellt. Namenhafte Hersteller präsentieren ihre neuen Einrichtungstrends Seite an Seite mit den Newcomern, was immer eine interessante Mischung garantiert. Begleiten Sie mich auf meinem kleinen Rundgang durch die Messehallen und vielleicht entdecken Sie das eine oder andere Möbelstück, nachdem sie schon lange gesucht haben. Natürlich kann ich nur einen kleinen Eindruck geben, aber auch dieser kann manchmal schon inspirierend wirken. Lassen Sie sich also für einen kurzen Moment entführen.

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Jedes Jahr neu simuliert ein nominierter Designer konzeptionell ein Wohnhaus. Dieses Jahr entwarf die dänische Designerin Louise Campbell das Haus „Interiors on Stage“. Sie lies sich von „Alice im Wunderland“ inspirieren und schuf auf einer 240m² Fläche zwei ineinandergeschobene Häuser die zu einem Grundriss verschmelzen und von außen durch textile Bespannung geschlossen werden. Das Haus ist ein spielerischer Versuch neue Aspekte des Wohnens zu diskutieren. „Ein Haus zum Maßnehmen“, so bezeichnet Louise Campbell ihre Vision vom idealen Haus.

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Das Haus von Louise Campbell fordert indirekt dazu auf, über Wohngewohnheiten und Bedürfnisse neu nachzudenken. Warum nicht mehr Betten für Gäste in einem offenen Raum anordnen und gleichzeitig eine lange Tafel für Festlichkeiten in die Mitte des Raumes platzieren? Oder das Werkzeug sichtbar an der Küchenwand anbringen, um es immer gleich parat zu haben? In diesem Hausentwurf wird mit den Gegensätzen gespielt und die Balance zwischen Aktivität und Entspannung auf poetische Weise sichtbar gemacht.

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Holz liegt nach wie vor im Trend. Kein anderes Material erfüllt unsere Bedürfnisse nach Echtheit, Tradition und Geborgenheit so perfekt wie dieser Rohstoff. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass auch in diesem Jahr schöne Möbelstücke ausgestellt wurden. Ob Sideboard, Sekretär, Tische oder Stühle, die Hersteller präsentierten Echtholzmöbel in allen Farbnuancen.

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Ein besonderer Trend feiert sein Comeback und scheint die Wohnlandschaft im Sturm zu erobern. Es ist Kupfer. Obwohl ein kühles Material, vermittelt Kupfer Wärme und wirkt sehr elegant. Das besondere an diesem Material ist, dass es je nach Verarbeitung in verschiedenen Farbnuancen erstrahlt. Als LIchtquelle können Hängeleuchten aus Kupfer den Wohnzimmertisch fantastisch in Szene setzen.

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Wie auch schon im letzen Jahr, hält die Trendfarbe Rosa weiterhin Einzug in unseren Wohnbereich. Hier zu sehen ein Sessel von Zeitraum und eine Couch von Bretz. Die Wirkung ist feminin und wunderbar kombinierbar mit Holztönen.

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Eine weitere schöne Farbe auf dem Vormarsch ist Senfgelb, das sich fantastisch mit der Farbe grau kombinieren läßt. Es muss nicht immer gleich ein Sofa in senfgelb sein, auch ein Plaid oder Kissen bringen schon den gekonnten Farbtupfer.

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Fliesen mit Ornamentik (floral oder geometrisch) sind als Boden- oder Wandbelag immer mehr im Kommen. Auch Fliesen mit einer Reliefstruktur können einem Bad den letzen Schliff geben.

Die Internationale Möbelmesse in Köln / imm cologne

Am Anfang des neuen Jahres präsentiert sich die Möbelbranche mit ihren Neuheiten auf der Kölner Möbelmesse imm cologne. Hier gibt es nicht nur Möbelneuheiten und Einrichtungstrends zu entdecken, sondern namhafte Hersteller treffen auf Newcomer. Dieses  Jahr habe ich mich entschieden, der Kölner Möbelmesser wieder einen Besuch abzustatten. Begleiten Sie mich auf einen kleinen Rundgang durch die Messehallen. Natürlich kann ich nur einen kleinen Eindruck wiedergeben und Ihnen dabei meine Favoriten zeigen.

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Ein besonderes Highlight ist in diesem Jahr erneut „Das Haus – Interiors on Stage“. Die Installation mitten in Halle 3.1 ist ein Ort, an dem auf geschlossene Wände fast völlig verzichtet wurde. Entworfen und eingerichtet hat „Das Haus“ diesmal der italienische Designer Luca Nichetto. Die Idee des Hauses besteht aus der Verschmelzung von „innen“ und „außen“. Das Zentrum des Hauses wird durch den Wohnbereich gebildet. Um diesen Bereich herum gruppieren sich die anderen Räume, welche alle ineinander übergehen..

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Sogar ein kleiner Garten wurde in das Haus integriert. Hier wächst Mangold neben Grünkohl in quadratischen Kübeln.

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Besonders spannend finde ich die Trends bei der Bestuhlung im Esstischbereich. In diesem Jahr waren wieder viele Holzstühle zu sehen. Aber villeicht sind ja diese farbigen Varianten im Kommen?

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Aber auch die Design-Klassiker waren vertreten. Der Tollix vom französischen Designer Pauchard und einer meiner Lieblingsstühle „Morph“ von der Firma Zeitraum. Hier in fernöstlicher Manier und in limitierter Auflage.

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Das Thema Licht und Beleuchtung hat natürlich immer eine große Bedeutung im Interieurbereich. Seit einigen Jahren werden die Lampen meist gruppiert über den Esstisch platziert. Diese zwei Beispiele haben mir besonders gut gefallen. Die schlichten Keramikleuchten in ihren Pastellfarben oder als Kontrast diese klassischen Leuchten aus Glas von Verner Panton.

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Hier endet mein kleiner Einblick von der Diesjährigen imm cologne.Villeicht haben sie ja Ihren Favoriten endeckt?

 

Wie wäre es mit einer „Musenecke“ … ?

Nun werden die Tage wieder kürzer. Wir ziehen uns nach einem herbstlichen Spaziergang gern in unsere Wohnung zurück und genießen bei einer Tasse Tee und gemütlichem Licht gern ein paar Stunden mit einem guten Buch.

Nachdem wir den ganzen Sommer lang draußen aktiv waren, können wir es jetzt wieder genießen, es uns in unserer Wohnung gemütlich einzurichten. Wie wäre es da mit einer selbstkreierten „Musenecke“, die auch mal als Gästebett fungieren kann.

Diese ist denkbar einfach selbst herzustellen. Dafür brauchen sie nur:

  • eine farbenfrohe Matratze in 200×80 cm Abmaßen
  • eine lange Europalette (oder 2 Europaletten, wovon die eine gekürzt werden muss)
  • 2 Farbtöpfe mit weißer Lasurfarbe für den Innenbereich
  • mehre Kissen die farblich zur Matratze passen
  • und ein wenig Zeit für das anstreichen der Europalette

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und genießen sie die kuscheligen Stunden im Herbst.

und dazu passend die wunderbaren Kissen von Garnwerk.