Der April ist so schnell verflogen, dass es mir vorkommt, als sei es erst gestern gewesen, dass die japanischen Meister Satoru & Kazue Suzuki in Potsdam waren. An drei tollen Tagen haben sie uns eine ganz besondere Art des japanischen Qigong näher gebracht. Rückblickend und mit voller positiver Energie (Qi) angefüllt, zieht es mich nun an den Schreibtisch, um zu erklären, was diese Erfahrung mit mir gemacht hat.
Was ist es, was uns antreibt, eine uns noch fremde Art der körperlichen Übung zu erlernen? Neugierde, körperliche Unzulänglichkeiten, die man nun endlich mal vertreiben möchte oder beides? Bei mir war es beides. Vor zwei Jahren buchte ich meinen ersten Qigong-Kurs. Seit dem bin ich begeistert, wie das Zusammenspiel von langsamen Bewegungen und der richtigen Atmung, das „Qi“ (die Energie) in meinem Körper aktiviert. Als Feng Shui Beraterin weiß ich, wie schwierig es ist, in unserer westlichen Kultur zu verstehen, dass es Energien gibt, die in uns und um uns herum sind und das diese auch durch Blockaden am Fließen gehindert werden können.
Mein Einstieg in die Welt des Qigong begann, wie gesagt, vor zwei Jahren, mit sehr einfachen Bewegungen, die ich nach einiger Zeit sehr gut beherrschte. Es war ein Mix aus Thai Qi und Qigong und war dem traditionellen chinesischen Qigong angelehnt. Um so überraschter war ich, als Meister Satoru am ersten Tag unseres 3-Tage Workshops in den seitlichen Spagat ging und uns auffordert es ihm nachzumachen. Qigong hatte ich bisher überhaupt nicht mit großer Flexibilität in Zusammenhang gebracht, aber nun wurde ich eines besseren belehrt.
Mit den „Dou-In“ Übungen (Dehnungsübungen) beginnt jede Qigongstunde. „Dou-In“ soll den Körper flexibel machen und erleichtert somit die Aufnahme des „Qi“. Ziel ist es, sich bei den Dehnungen auf die Körperteile zu konzentrieren, die angespannt sind und gelockert werden sollen. Großmeister Yoshio Arai hat 40 Jahre lang uralte Qigong Methoden erforscht und trainiert und daraus dann seinen eigene Qigong Methode entwickelt. Die „A-Ray Style Chu Shin Qigong“ Methode hat mittlerweile in Japan viele Anhänger und Großmeister Arai verkörpert mit seiner eigenen großen Flexibilität, dass es möglich ist, sich mit Qigong gesund und fit zu halten, auch mit 86 Jahren.
Es wird sicherlich einige Zeit dauern, bis ich die Steifheit meines Körpers überwunden habe. Aber schon nach zwei Wochen täglichen Übens von 10 min am Morgen und 10 min am Abend verspüre ich einen kleinen Erfolg und die Dehnungsübungen sind nicht mehr ganz so unangenehm. Danach fällt mir die „Chu Shin Dance“ Übung und die „Hachi Dan Kin“ Übung gleich viel leichter.
Das schöne an den Qigong Übungen ist, dass man sie auch alle im Freien ausüben kann und nicht viel Platz dafür benötigt. Wir hatten Glück und die Aprilsonne war am ersten Tag so angenehm warm, dass wir die „ Hachi Dan Kin“ (Hachi Dan=die Achte) im Freien vor unserem Studio üben konnten. Diese acht aufeinander folgenden Bewegungen stimulieren die unterschiedlichsten Meridiane im Körper. Im Zusammenhang mit der „ Tanden Atmung“ wirken sie noch effektvoller. Die Tanden Atmung nimmt übrigens eine besondere Stellung im „ A-Ray Style Chu Shin Qigong“ ein.
Bei der Tanden Atmung (Bauchatmung) nimmt man am besten eine liegende Position ein und atmet durch die Nase 7 sec. ein, dann wird der Atem für 3 sec. gehalten und wieder 7 sec. durch die Nase ausgeatmet und noch mal 3 sec. gehalten. Dabei produziert man durch die Auf- und Ab Bewegung des Zwerchfells das „Qi“ (die Energie). Das Tanden ist übrigens die Gegend am Unterbauch unter dem Bauchnabel.
Für alle, die im April nicht am ersten Qigong-Workshop teilnehmen konnten, gibt es die Möglichkeit beim 2ten Workshop, der bereits im November diesen Jahres stattfindet, einzusteigen. Auf meiner Webseite könnt ihr unter Workshops den Termin und alle wichtigen Informationen erfahren. Ich freue mich schon die „ alten“ Teilnehmer wieder zutreffen und die „neuen“ begrüßen zu können. Bis dahin wünsche ich euch einen wunderbaren Sommer.


Ich kann nur sagen, dass es selten etwas gab, das mich so fasziniert hat wie dieses Seminar unter der Anleitung von Meister Satoru. Da ich ja eher Erfahrung mit Yoga gemacht habe, war das Wecken des Chi und das Zusammenspiel mit dem Chi des anderen doch sehr ungewohnt für mich, dafür um so beeindruckender. Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, mich neben Yoga nun auch weiterhin mit meinem Chi zu beschäftigen, danke für diese Erfahrung!
Das freut mich für dich! Und du weißt ja…..keep going! Danke für deinen Kommentar.